Braucht man für Tunnelspiele einen Tunnel?

Ja was sind denn Tunnelspiele nun wieder? Um es gleich zu sagen, sie haben nichts mit einem Eisenbahn-Fetisch zu tun. Es sind euch keine BDSM-Spiele die in einem Tunnel stattfinden. Nein, es ist ein klein wenig komplizierter. Aber so kompliziert dann auch wieder nicht.

Was macht einen Tunnel aus? Wenn man erst einmal drin ist, dann kann man weder nach rechts noch nach links, sondern muss einfach durch. Es gibt sozusagen keinen Ausweg, bis man das andere Ende erreicht hat.

Und genauso funktionieren Tunnelspiele. Damit sind BDSM-Praktiken gemeint, die man nicht mehr abbrechen kann, wenn man sie begonnen hat.

Ein Klassiker der Tunnelspiele sind zum Beispiel Brennnesseln. Denn diese „Tunnel-Erfahrung“ hat jeder schon einmal gemacht. Wenn man in Brennnesseln gelaufen ist oder sie angefasst hat, dann muss man einfach abwarten, bis es aufhört zu brennen. Bis dahin gibt es verschiedene Möglichkeiten der Linderung. Aber man kann es nicht sagen „So, es genügt. Hör auch weh zu tun.“

Ganz anders eben, als bei Schlägen. Wenn man da nicht mehr aushalten will und kann, dann können die Beteiligten es sofort beenden. Man benutzt sein Safeword oder signalisiert sonst auf eine vereinbarte Weise, dass man genug hat. Und dann hört es auf. Auch Fesseln kann man lösen und die Situation damit beenden. Das geht so bei Tunnelspielen nicht.

Der Tunnel wird in dieser Spielart gebildet durch das Mittel oder Werkzeug dass benutzt wird. Dafür gibt es verschiedenste Beispiele. Brennnesseln sind eines. Wenn man ein Büschel Brennnesseln als Schlagwerkzeug nimmt und damit auf den Arsch oder zwischen die Beine schlägt, dann ist die Wirkung oft spektakulär. Und diese Wirkung kann eben nicht so schnell abgebrochen werden.

Weitere Möglichkeiten für Tunnelspiele sind Ingwer (Stichwort Figging), Minzöl, Tigerbalm, Rheumasalbe (geradezu berüchtigt ist hier Finalgon), Chili, Tabasco usw.
Je nach Vorliebe können diese Mittel an oder in empfindliche Körperregionen eingeführt oder geschmiert werden. Manche tragen das Mittel der Wahl auf einen Dildo oder Plug auf und führen diesen dann ein. In den meisten Fällen entsteht ein Hitzegefühl oder Brennen, dass sehr unterschiedlich als geil, schmerzhaft oder beides empfunden wird.

Übrigens listet die Wikipedia Tunnelspiele als Teil der Metakonsensspiele. Das halte ich für falsch. Denn es ist ja nicht der dominante Part der hier entscheidet „nicht aufzuhören“ und damit die Einvernehmlichkeit gewollt verlässt. Wenn Sub im obigen Bild die Schläge mit den Brennnesseln beenden möchte, dann ist das sofort möglich. Aber man hat sich gemeinsam geeinigt ein Mittel zu verwenden dessen Wirkung noch anhalten wird.

Was ist aber nun der Reiz an solchen Spielen? Zum einen scheint die Einstiegshürde relativ gering. Denn jeder hat irgendeines der oben erwähnten Mittel im Haus. Aber Vorsicht: Tunnelspiele sind nichts für Anfänger. Denn die Erfahrung dem Schmerz nicht entkommen zu können ist eine sehr intensive.

Genau das macht für andere wieder den Reiz aus. Denn man muss sich seinen Grenzen stellen und den Schmerz aushalten. Ob man will oder nicht. Diese Erfahrung kann sehr faszinierend sein, wenn man sich und seine Grenzen aber nicht gut genug kennt, kann sie einem BDSM auch für immer verleiden.

Daher sollte man Tunnelspiele sehr vorsichtig und nur mit Bedacht beginnen. Angefangen damit, dass man mögliche Allergien prüft!
Ein weiterer Ratschlag ist, bei der Dosierung lieber sehr zurückhaltend zu sein und nicht gleich in die Vollen zu gehen. Lieber nur ein kleiner Klecks mit sehr wenig Wirkung auf die äußeren Schamlippen als gleich die ganze Tube vaginal einführen. Ihr versteht schon was ich meine.

Außerdem ist es extrem wichtig, sich über möglich Gegenmittel zu informieren. Also die Dinge, die zur Linderung des Schmerzes beitragen können. Bei den einen hilft Wasser oder Eis, bei den anderen helfen fetthaltige Lebensmittel wie Öl, Joghurt, Quark oder Milch. Aber das variiert von Mittel zu Mittel. Und mit dem falschen Gegenmittel kann man es auch schlimmer machen.

Informiert euch also und habt alles parat ehe ihr anfangt. Wenn es erst einmal brennt, dann wird euch Sub dankbar sein, dass ihr nicht erst noch zum Supermarkt fahren müsst.

Mit Tunnelspielen kann man also sehr schnell in Grenzbereiche von BDSM kommen. Informiert auch vorher genauestens über die Wirkungsweise, mögliche Allergien oder Unverträglichkeiten und die „Gegenmittel“. Und dann fangt langsam an. Denkt daran, es zu fester Schlag tut kurz weh und kann dennoch schon viel kaputt machen. Stellt euch das einmal bei einer Wirkung vor, die ihr nicht beenden könnt und die noch stundenlang unangenehme Nachwirkungen hat. Da kann das Vertrauen zwischen Dom und Sub sehr schnell irreparablen Schaden nehmen.

Und um das auch gesagt zu haben: mit Tunnelspiele verlässt man eindeutig den Bereich von SSC und begibt sich in den Bereich RACK.

Nichtsdestotrotz sind Tunnelspiele natürlich spannend und ich wäre sehr neugierig, welche Mittel ihr dafür schon eingesetzt habt. Oben erwähnte oder ganz andere? Lasst uns gerne teilhaben.

In der Fantasie ist alles erlaubt

Schämt ihr euch für eure Fantasien? Ja? Lasst es sein. Denn es gibt wirklich keinen Grund dafür. Ihr steht euch selber im Weg und schadet euch womöglich sogar. Glaubt mir.

Sexfantasien sind etwas ganz normales. Und gerade um Bezug auf BDSM sind sie allgegenwärtig. Während die Mehrzahl der Menschen mit Sex „irgendwie anfangen“ beschäftigen sie sich mit BDSM meistens sehr lange, ehe sie dann zur Tat schreiten. Viele fantasieren also vorher von BDSM. Und nicht wenige schämen sich zu Beginn für ihre Fantasien.

Gerade emanzipierte Frauen hadern damit, dass sie Fantasien haben in denen sie von Männern dominiert, geschlagen oder erniedrigt werden. Da kommen dann Fragen auf wie „Darf mich das anmachen?“. Und ich sage: eindeutig Ja!

Auch später gibt es immer wieder Fantasien, die heikel erscheinen und bei denen manche ein schlechtes Gewissen bekommen oder sich schämen. Fantasien von Vergewaltigung. Fantasien von erzwungenem Sex mit dem eigenen Geschlecht. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Auch da kommen Fragen auf wie „Darf mich das anmachen?“. Und auch hier sage ich: natürlich!

In der Fantasie ist ALLES erlaubt. Und damit meine ich wirklich alles. Denn niemand kann etwas für seine Fantasien. Und mit Fantasien schadet man auch niemandem. Das ist die Hauptsache. Für Fantasien muss man sich auch nicht schämen.

Potentiell problematisch wird es erst, wenn man anfängt Fantasien auszuleben. Wenn es so weit kommt, dann stehen mehrere Dinge im Vordergrund: dass man niemandem schadet, die Sicherheit aller Beteiligten und dass alle Beteiligten freiwillig mitmachen und Spaß daran haben.

Zum Thema Sicherheit in BDSM habe ich ja in meinem Artikel SSC oder RACK? WTF? einiges geschrieben und die Freiwilligkeit sowie der Spaß sollten selbsterklärend sein.

Aber auch, wenn man die Fantasien nicht ausleben will, kann es gut und hilfreich sein, sie mit dem Partner zu teilen. Denn so lernt man sich besser kennen. Und man kann gemeinsam überlegen, ob man die Fantasien abgeschwächt und somit „sicher“ in das gemeinsame BDSM-Szenario einbaut.

Oder man nutzt sie als gemeinsames Kopfkino während der Sessions.

Eine der mit Sicherheit beliebtesten BDSM-Fantasien von Frauen ist, dass der Dom sie unter seiner Aufsicht von einem Fremden sexuell benutzen lässt. Wenn man will, dann kann man sich dafür jemanden suchen. Aber manche genießen das eben nur als Fantasie. Dann kann man als BDSM-Paar einbauen, dass der Dom beispielsweise damit droht oder es ihr ankündigt, wenn sie „nicht brav“ ist etc.

So kann man jegliche, auch die verrückteren Fantasien einbauen und sie als Kick nutzen, ohne große Risiken einzugehen oder Abstürze zu riskieren.

Denn auch das kann passieren. Oftmals ist das, was man in der Fantasie extrem geil findet dann in der realen Umsetzung überhaupt nicht geil. Jahrelang hat man gedacht, dass einen eine bestimmte Spielart richtig heiß machen würde und dann kommt der Absturz, wenn es an die reale Umsetzung geht.

Damit muss man immer rechnen und auch dem kann man vorbauen, in dem man es als gemeinsames Kopfkino integriert und somit antestet. Allerdings ist völlig klar, dass man das reale Erlebnis nie wird testen können. Garantien gibt es da einfach keine.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist: oft sind die Fantasien die man so hat und die einen anmachen ja auch viel wilder und extremer als das, was man real gut findet. Auch das ist völlig normal. Dessen muss man sich nur bewusst sein, wenn man sich darüber austauscht.

Eine Frau die vielleicht davon fantasiert einen Gangbang mit 20 Kerlen zu haben, die sie stundenlang abwechselnd ficken, kann in der Realität schon von einem zweiten Mann beim Sex überfordert sein. Oder gar keinen anderen dabei haben wollen. Fantasien sind oft extrem und sollen es auch sein. Unter anderem dafür sind sie da.

Also egal was in euren Fantasien so vorgeht. Seien es brutale Vergewaltigungen, extreme Erniedrigungen, Ausbildung zur Hure, einem fürsorgliche aber dominanten Daddy gehören, Vorführung vor Männerrunden, Gangbangs, extreme Schmerzen usw.: macht euch nicht verrückt, dass etwas mit euch nicht stimmt.

Sehr sehr viele da draußen haben solche Fantasien ist und das ist völlig ok. Bei allen BDSM-Fantasien gilt sowieso „es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird“. Meistens lebt man sie also nicht so extrem aus, wie sie im Kopf sind. Manche Fantasien sollen auch nie ausgelebt werden. Auch das ist völlig ok.

Und wenn ihr einen verständnisvollen BDSM-Partner gefunden habt, dann teilt eure Fantasien und sehr gemeinsam, was ihr daraus machen wollte und könnt. Meiner Erfahrung nach ist das der beste Umgang mit Fantasien für alle Beteiligten.

 

Mit Checkliste zum BDSM-Partner

Natürlich kann man Glück haben. Man kann einfach gefunden werden. Plötzlich steht der Dom vor einem. Plötzlich findet man seine Sub online. Oder unerwartet und ohne zu wissen was man sucht, findet man auf magische Weise seinen Daddy.

Aber dieses Glück haben die wenigsten. Wie also findet man seinen passenden BDSM-Partner? Was kann man tun und worauf sollte man achten?

Patentrezepte gibt es nicht. Wenn, dann würde ich mit einer Partnervermittlung reich werden. Aber, es gibt ein paar Dinge die man beachten kann und die dann die Chance erhöhen.

  1. Wissen was man selber mag
    Die Voraussetzung dafür, dass man jemanden findet der zu einem passt ist natürlich, dass man selber über sich weiß, was man mag. Wer seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche kennt, der hat größere Chancen ein Gegenüber zu finden, dass diese Bedürfnisse erfüllt. Es gilt also herauszufinden, welche Form von BDSM man selber mag. Schläge? Bondage? Erniedrigung? Alles ist möglich und es muss auch nicht zwingend zueinander passen. Wie sich die Neigung eines Einzelnen zusammensetzt ist völlig individuell. Wer sich für dieses Thema interessiert mann dazu mehr nachlesen in meinem Artikel zu BDSM als Setzkasten.
    Also informiert euch, lernt die Begriffe unter denen eure Vorlieben bekannt sind. Probiert euch aus. Testet, ob euer Kopfkino auch in der Realität so geil ist wie erhofft.
  2. Die Suche beginnt
    Sobald ihr mehr über euch wisst und wisst, wie die Dinge heißen die ihr mögt, sind die Chance schon gestiegen, jemanden zu finden, mit dem es auch passen könnte. Wenn ihr also die Dinge auch real erleben wollt, dann macht euch auf die Suche. Dafür gibt es ebenfalls kein Patentrezept. Manche schwören auf Partys oder Stammtische. Andere suchen auf Kontaktseiten im Netz. Und bevor ihr fragt: ich kann da keine gute Seite empfehlen. Da ist viel Geschmackssache dabei.
    Auch ob man erst diskret im Netz sucht oder direkt live auf eine Veranstaltung geht, ist reine Geschmackssache. Beides kann klappen, beides kann schief gehen. Den einzig richtigen Weg gibt es auch hier nicht.
  3. Kommunikation ist alles
    Habt ihr jemanden gefunden, dann denkt daran: am Anfang ist Kommunikation alles. lasst euch vom Gegenüber nichts aufschwatzen. Sagt, was ihr mögt und was nicht. Seid offen und ehrlich. Wenn ihr auf Dinge steht, dann sprecht es an. Wenn ihr auf Dinge die das Gegenüber will keine Lust habt, dann sagt auch das ganz offen. Wenn es dann nicht passt, dann passt es eben nicht.
    Wenn ihr die Chance auf guten und erfüllenden BDSM haben wollt, dann muss die Schnittmenge der gemeinsamen Vorlieben und Wünsche groß genug sein. Da helfen anderweitige Sympathie oder Anziehung nichts. Wenn der eine Partner einen Windelfetisch hat, der andere mag Petplay und man kann wechselseitig mit der Vorliebe des Gegenübers nichts anfangen, dann retten die tollen blauen Augen oder der Traumbody auch nichts mehr.
    Und natürlich solltet ihr ehrlich bei dem sein was ihr sucht. Wenn ihr etwas Festes sucht, dann sagt es genauso, wie wenn ihr nur eine Affäre sucht. Das beugt Enttäuschungen vor.
  4. Bauchgefühl und Sicherheit
    Habt ihr festgestellt, dass es passen könnte und nun wollt ihr euch treffen? Jetzt ist das Bauchgefühl ganz wichtig. Treibt euch nur die Lust, endlich die Fantasien auszuleben oder habt ihr auch bei dem Menschen ein gutes Gefühl? Auch im BDSM-Bereich laufen Spinner beiderlei Geschlechts herum. Nur weil ihr geil seid, solltet ihr nicht den Verstand ausschalten.
    Und wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann lasst euch covern. Wenn das Gegenüber etwas dagegen hat, dann Finger weg. Niemand der vernünftig ist, hat etwas gegen solche Sicherheitsmaßnahmen. Auch ist es völlig ok, sich erst einmal auf neutralem Boden zu treffen. Und kommt es zum Treffen, habt ihr immer noch die Möglichkeit einen Rückzieher zu machen. Auch eine weite Anreise verpflichtet euch zu nichts. Niemand muss sofort loslegen um womöglich zu beweisen „eine richtige Sub“ zu sein. Seid als mutig, aber nicht übermütig.

Wenn ihr diesen Regeln folgt, dann ist ein tolles BDSM-Erlebnis oder gar eine Beziehung natürlich nicht garantiert. Wie gesagt, sobald ich das bombensichere Rezept habe, mache ich meine Partnervermittlung auf und werde reich. Aber diese Checkliste sollte euch helfen, einige der gröbsten Fehler bei der Suche gar nicht erst zu machen. Vollständig ist die Liste dabei sicher nicht. Sicher kann man sie ergänzen. Vielleicht schreibe ich ja mal eine Ergänzung. Aber bis dahin hilft euch diese Version hoffentlich schon etwas weiter.

Also los, traut euch, informiert euch, werdet dabei aber nicht übermütig.

Public Disgrace – Spannend und gefährlich

Kürzlich haben zwei Bilder mein Kopfkino angekurbelt. Auf dem einen liegt eine Frau nackt und auf dem Rücken zwischen zwei Bäumen. Sie hat die Augen verbunden. Ihre beiden Knöchel sind mit Gurten an den beiden Bäumen befestigt, so dass ihre Beine weit gespreizt sind. So liegt sie im Freien auf einer Wiese.

Auf dem anderen Bild sieht man eine Autobahnbrücke, unter der eine Bahntrasse verläuft. An einem der Stützpfeiler steht eine Frau. Sie hat eine Maske auf dem Kopf, die ihr die Sicht nimmt und sie unkenntlich macht. Ihr T-Shirt ist hochgezogen und Hose und Slip sind herunter gezogen. Sie trägt ein Halsband und ihre Hände sind hinter dem Rücken fixiert.

Was fasziniert uns so am Spiel mit der Öffentlichkeit? An öffentlicher Zurschaustellung? Für einige ist der Reiz natürlich schlicht der eigene Exhibitionismus. Nicht umsonst gibt es „Promis“, die nur dafür bekannt sind, sich ständig und ungefragt nackt zu zeigen.

Es hat da oft den Kitzel des Verbotenen, des Verruchten. Das ist in Ordnung und macht es vielleicht auch für viele spannend.

Das hat aber für mich erst einmal nichts mit BDSM zu tun. Für mich beginnt der Reiz dort, wo es nicht ganz freiwillig ist. Wo es befohlen oder als Strafe angewendet wird. Natürlich ist Sub damit im Metakonsens einverstanden. Aber es geschieht nicht aus eigenem Antrieb. Und da sind wir dann schnell beim Thema Erniedrigung.

Nehmen wir das erste Bild, das ich beschrieben habe. Die Frau liegt auf dem Waldboden, die Beine gespreizt. Natürlich hat ein umsichtiger Dom den Platz so gewählt, dass keine unbeteiligten Spaziergänger vorbei kommen. Aber weiß man das als Sub in dem Moment sicher?

Hier ist der Reiz natürlich der, dass Sub völlig entblößt und hilflos ist. Nicht nur das, auch die Pose ist völlig eindeutig. Was, wenn jetzt doch jemand käme? Und was hat Dom überhaupt vor?

Das ist der Reiz. Die Erniedrigung findet, wie meistens, im Kopf statt. Es kommt nicht darauf an, dass jemand vorbei kommt und sie so sieht. Tatsächlich will man gar nicht wirklich, dass jemand vorbei kommt. Denn verantwortungsvolles Handeln beinhaltet auch, dass man Unbeteiligte nicht mit hinein zieht. Aber der Reiz ist eben, es könnte jemand vorbei kommen.

Wenig anders ist es beim zweiten Bild. Vielleicht würde hier sogar ein vorbei fahrender Zug den Reiz noch erhöhen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus einem in hoher Geschwindigkeit vorbeirasenden Zug viel bemerkt ist relativ gering. Die Wirkung auf Dom und Sub ist aber sicher enorm.

Das Spiel mit der öffentlichen Erniedrigung, der öffentlichen Bloßstellung ist hier das, was den enormen Reiz ausmacht. Nicht umsonst gibt es unter dem Label „Public Disgrace“ (etwa „Öffentliche Schande“) ganze Webseiten, die sich nur diesem Thema widmen. In der Öffentlichkeit nackt bloßgestellt zu werden, war schon immer eine mächtige Fantasie und findet so ihren Platz auch im BDSM.

Auch mich persönlich reizt das sehr. Eine heimliche Ohrfeige im Gang des Supermarktes oder die Sub mitten in der Innenstadt auf einer Bank den Rock hochschieben lassen. Das alles hat seinen festen Platz im BDSM.

Und das alles ist auch völlig in Ordnung, so lange man gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergreift und verantwortungsbewusst handelt.

Sub nackt an einen Hochsitz gefesselt auspeitschen ist halt nicht in Ordnung, wenn weniger Meter weiter Familien mit Kindern spazieren gehen. Es muss immer eine Abwägung der Gefahren und Auswirkungen stattfinden. Wie eigentlich immer im BDSM. Und im Zweifel muss die Sicherheit im Vordergrund stehen. Und das Wohl der Anderen.

Andere Menschen gegen deren Wunsch mit zu viel der eigenen Sexualität zu konfrontieren, ist nicht in Ordnung. Ab einer gewissen Schwelle überschreitet es sogar juristische Grenzen und kann zu Erregung öffentlichen Ärgernisses werden (§ 183a StGB: „Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt…“)

Es ist also auf einiges zu achten. Dennoch bleibt der Reiz und es ist auch ok, dem nachzugeben. Im Rahmen und mit Vorsicht.

Und wer ganz sicher gehen möchte, der lebt diese Form der öffentlichen Spiele auf entsprechenden Parties aus. Auch das ist möglich und viele dieser Parties leben genau davon. Allerdings ist der Reiz für manche dort geringer. Schlicht weil alle Anwesenden ja genau dafür da sind. Der Tabubruch, und sei er sonst auch nur theoretisch, ist hier wesentlich geringer. Dafür ist man aber auf der sicheren Seite. Denn hier ist man unter Gleichgesinnten. Man schockiert mutmaßlich niemanden und juristische Konsequenzen sollten auch ausgeschlossen sein.

Das Spiel der öffentlichen Erniedrigung und Zurschaustellung ist sehr spannend. Für mich persönlich und für viele andere. Das Adrenalin schießt nach oben und die Erregung gleich mit. Und wenn man umsichtig ist, dann kann auch nichts passieren. Aber man sollte sich der Verantwortung und der Gefahren eben immer bewusst sein.

SSC oder RACK? WTF?

Was sind das für merkwürdige Abkürzungen, mag sich der geneigte Leser jetzt fragen. Das ist schnell beantwortet. WTF steht für „What the Fuck“ und heißt so viel wie „Was zur Hölle soll das bedeuten?“.

Bei den anderen beiden Abkürzungen ist es schon etwas komplexer und darum soll es um die beiden hier nun auch gehen.

Im Kern sind beides Philosophien oder moralische Konzepte, wie man BDSM auslebt. SSC steht dabei für „Safe, Sane, Consensual“ (übersetzt „sicherheitsbewusst, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich“). RACK dagegen steht für „Risk-aware consensual kink“ (übersetzt etwa „Risikobewusster gemeinsamer Kick“).

SSC ist dabei die ältere der beiden Philosophien. Sie besagt im Grunde, dass man BDSM gemeinsam so auslebt, dass alle beteiligten Personen der Überzeugung sind, das was man tut sei sicher. Außerdem, dass man den gesunden Menschenverstand benutzt und natürlich alles einvernehmlich ist.

Da kommen wir aber schon zu den ersten Problemen, die manche mit SSC haben. Einvernehmlich ist noch klar. Natürlich muss alles, was beim BDSM passiert, einvernehmlich sein. Zumindest in einem Metakonsens. Was so viel bedeuten soll, wie „vielleicht habe ich dazu gerade keine richtige Lust, aber ich bin einverstanden, dass Du mich dennoch dazu ‚zwingst'“. Dieser Metakonsens muss immer herrschen. In der Sekunde, wo der Schmerz groß ist, macht er vielleicht keinen großen Spaß. Aber es muss Einvernehmlichkeit herrschen, dass der Schmerz dennoch „OK ist“.

Einvernehmlichkeit ist nicht verhandelbar und immer Grundlage von BDSM.

Was ist aber „sicher“? Was ist mit dem gesunden Menschenverstand noch vereinbar und was nicht? Ist den Partner anderen vorzuführen sicher? Das kann psychologisch zu Problemen und Konflikten führen, die man nicht immer gleich absehen kann.

Ist die Aufnahme von Urin mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar? Was ist denn mit Keimen? Ist Natursekt dann überhaupt sicher? Wann ist ungeschützter Verkehr sicher? Wenn alle Beteiligten einen aktuellen Gesundheitstest dabei haben? Sollte man unter Einfluss von Drogen oder Alkohol BDSM praktizieren? Wie sicher ist das dann?

Da können die Meinungen schnell auseinander gehen. Und es genügt dann schlicht nicht, wenn einer der Meinung ist, eine Praktik sei sicher. Wenn einer der Beteiligten etwas für nicht sicher hält oder für nicht mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar, dann fällt die Praktik unter SSC für diese Konstellation aus.

SSC ist also eine durchaus sehr sinnvolle Art und Weise, seine BDSM-Vorlieben einzustufen und mit anderen abzustimmen. Aber es ist auch eine Philosophie, die von manchen als sehr einschränkend empfunden wird. Denn wenn man nur tut, was alle als absolut sicher einstufen, dann fällt eben manches weg.

Und da kamen irgendwann Leute auf die Idee, man müsse andere Definitionen finden. So entstand RACK.

Auch in RACK kommt „consensual“, also einvernehmlich vor. Das können wir also als gegeben abhaken. Wo aber liegen die Unterschiede?

Im Grunde setzt RACK mehr auf Eigenverantwortung. Es besagt in etwa: „Ja, wir sind uns bewusst, dass das was wir tun nicht ungefährlich oder schlicht unvernünftig ist. Aber so lange wir das wissen und es dennoch wollen, ist es ok.“.

Nehmen wir ein Beispiel. Ich mag praktische Beispiele. Autofahren ist nur bedingt sicher und in einer Blechkiste mit 200 km/h durch die Gegend zu rasen, würden manche als gegen den gesunden Menschenverstand bezeichnen. Dennoch tun wir es. Wir wissen alle um das Risiko eines Unfalls, nehmen aber dennoch am Straßenverkehr teil.

So gesehen ist Autofahren nicht SSC, aber durchaus RACK. Ok, abgesehen von der Sache mit dem Kick. Aber hey, sogar den haben ja manche beim Autofahren.

Oder um es noch deutlicher zu sagen: wer als Dom seine Sub anderen zur Benutzung überlässt und den anderen Männern dabei erlaubt, die Kondome weg zu lassen, hat den Boden von SSC weit hinter sich gelassen. Weder ist das nach allgemeinem Verständnis sicher, noch mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar. Aber unter RACK kann das durchaus dennoch Ok für die Beteiligten sein. Wenn sich alle der Risiken bewusst sind und es einvernehmlich beschlossen haben, dann sollen sie. RACK besagt: ihr müsst wissen was ihr tut.

Und RACK besagt auch, dass alle Praktiken erlaubt sind. Es müssen sich die Beteiligten nur bewusst sein, dass sie ein Risiko damit eingehen. Wichtig ist dabei aber, dass man sich der offensichtlichen Risiken, die durch bestimmte Praktiken entstehen, ebenso bewusst ist, wie der unabwägbaren Risiken.

Noch ein Wort zum Thema Safeword. Ein Safeword ist keine Garantie, aber es ist eine Vorsichtsmaßnahme. Wer ein Safeword weg lässt, der geht damit ein Risiko ein. Auch dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein. Und bewusst ein Risiko einzugehen entspricht dann wieder der Definition von RACK. Wer also ohne Safword BDSM praktiziert, der hat SSC verlassen und befindet sich im Bereich von RACK.

Kurz gesagt: SSC ist vielleicht das etwas defensivere und vorsichtigere Konzept. RACK geht mehr Risiken ein und ist offensiver. Beide sollen helfen, sich dessen bewusst zu machen, was man tut oder besser lässt. Und selbstverständlich setzen beide Einvernehmlichkeit voraus.

Es ist wie so oft im Leben. Welche Philosophie oder welches Konzept man verfolgt, muss man selber entscheiden. Die eine Variante bietet vermeintlich mehr Sicherheit, die andere vermeintlich mehr Freiheit. Was für euch der richtige Weg ist, das könnt am Ende nur ihr entscheiden.

Aber eines ist für beide Varianten unabdingbare Voraussetzung: sich vorher Gedanken über das machen, was man will und was man bereit ist mitzumachen. Und egal welche der beiden Philosophien man dann verfolgt, kann DAS zumindest nicht schaden.

Verleihen, Vorführen und Fremdbenutzen

Sie ist fast nackt. Sie trägt nur die Dessous, die ihr Herr ihr bereit gelegt hat. Nun legt er seine Hand zwischen ihre Schulterblätter, spricht ihr leise Mut zu und führt sie in den Raum. In den Raum von dem sie weiß, dass dort mehrere Herren auf sie warten. Herren, die heute Abend mit ihr tun werden, wonach ihnen ist.

So oder so ähnlich fängt eine besonders beliebte Fantasie im BDSM an. Der Herr führt seine Sub anderen Herren vor oder führt sie ihnen gar zur Benutzung zu. Der Herr wacht darüber, dass alles im vereinbarten Rahmen bleibt und die Sub gibt sich hin.

Was ist aber dran an dieser Fantasie? Warum ist sie so beliebt? Und ist es überhaupt in Ordnung, so eine Fantasie zu haben?

Offenbar ist die Fantasie in der Konstellation männlicher Dom und weibliche Sub verbreiteter, als umgekehrt. Warum das so ist, darüber kann ich aber auch nur spekulieren. Daher spreche ich hier der Einfachheit halber von männlichen Doms und weiblichen Subs.

Zuerst einmal zur dritten Frage: ist es in Ordnung, so eine Fantasie zu haben? Und da frage ich wie immer zurück: warum denn nicht? Wem schadet man denn damit? Alle Fantasien sind in Ordnung, die keinem schaden. Wenn man sie ausleben kann und damit keinem weh tut, warum dann nicht? Wenn allen Beteiligten klar ist, woran sie da gerade teilnehmen, dann ist das auch völlig ok.

Wie immer gilt natürlich besonders hier, dass man auf die Gesundheit aller Beteiligten achten muss. Daher sollte hier Schutz selbstverständlich sein. Manchen nimmt das den Spaß gerade an dieser Fantasie. Aber niemand möchte ja russisches Roulette spielen.

Was ist also dran an der Fantasie? Was macht sie so beliebt? Vor allem, was macht sie bei beiden Seiten so beliebt?

Ich denke, für den dominanten Mann ist es einfach eine Form von Macht, die er sonst nicht ausleben und spüren kann. Darüber zu bestimmen, wer seine Sub und/oder Partnerin anfassen, anschauen oder gar sexuell benutzen darf, ist eben sehr selten. Es ist etwas, das ganz tief rührt.

Auf der einen Seite ist es ein „Besitzerstolz“: „Schaut her, das ist meine. Ihr dürft nur schauen, aber ich, ich darf alles mit ihr. Sogar sie euch so präsentieren.“ Damit erhebt man sich über die anderen Beteiligten.

Außerdem ist es die Macht über die Sub. Denn der Dom bestimmt in der Situation so weitgehend, wie es kaum anders möglich ist. Er bestimmt, was mit ihr geschieht und wer etwas mit ihr tun darf. So weit geht Macht über die Sub selten.

Vermutlich spielt sogar noch diese alte Idee rein, dass der die Macht hat, der penetriert. Und wer penetriert wird, ist unterlegen. Dass das in einer emanzipierten Welt nicht stimmt und auch Männer sich penetrieren lassen können ohne an Achtung zu verlieren lassen wir mal Beiseite.

Aber wenn wir diese Idee mit in Betracht ziehen, dann ist natürlich auch der Akt, die Sub penetrieren zu lassen eine Machtausübung. Noch dazu, wenn es durch ihr fremde Mitspieler geschieht. Das erhöht noch den Reiz, erhöht die Auslieferung.

Und da kommen wir auch zu dem Punkt, worin der Reiz für die Sub liegt. Es ist eine Form des absoluten Kontrollverlusts. Aber in einer sicheren Form, denn es passt ja jemand auf. Es passt der Mensch auf, dem sie vertraut und in dessen Hände sie sich gegeben hat. Also ist es ein absoluter Kontrollverlust mit absoluter Sicherheit. Etwas, das eigentlich unmöglich ist.

Selten kann man sich als weibliche Sub wohl umfassend in fremde Hände begeben.

Noch dazu ist es die Erfüllung einer Fantasie, die so verbreitet ist, dass sie fast schon ein Klischee ist: Sex mit einem Fremden. Sicher eine der beliebtesten weiblichen Sexfantasien.

In dieser Variante lässt sie sich ausleben, ohne die Risiken, die andere (Solo-)Varianten mit sich bringen.

Aber auch der Stolz des Doms spielt eine Rolle. Denn so wie es den Dom kickt, stolz seine Sub vorzuzeigen und zu präsentieren, so kann es auch für die Sub ein Kick sein, so stolz vorgeführt und präsentiert zu werden. Dieser Punkt funktioniert in beide Richtungen gleichermaßen.

Auch das Gefühl der Macht funktioniert in beide Richtungen. In der Situation hat ihr Dom große Macht über sie und das berauscht sie ebenso wie ihn.

Diese Fantasie des Verleihens, Vorführens oder Fremdbenutzens kann also für beide ausgesprochen spannend und anregend sein. Es ist kein Wunder, dass sie sich ungebrochener Beliebtheit erfreut und es ganze Parties dazu gibt.

Aber einige Dinge sind zum Ende natürlich zu beachten. Den gesundheitlichen Aspekt habe ich erwähnt und man kann ihn nicht oft genug betonen. Aber auch andere Punkte sind wichtig. Ehe ihr so etwas macht: redet viel darüber. Sprecht euch ab, was ihr erwartet und was ihr auf keinen Fall wollt. In der Situation selber kann dazu keine Gelegenheit mehr sein. Also besprecht es vorher.

Seid euch auch klar darüber, dass das kein Kinderspiel ist. Der große Kick kommt hier daher, dass man mit dem Feuer spielt. Wenn ihr nicht sicher seid, wie ihr damit umgeht dass eure Sub mit anderen Männern Kontakt hat, dann redet lieber noch einmal darüber und überlegt es euch.

Genauso umgekehrt. Wenn ihr nicht sicher seid, wie ihr reagiert wenn euer Dom euch „einfach so“ anderen überlässt, dann redet noch einmal darüber. Vielleicht ist es dann für euch doch nicht das Richtige. Oder noch nicht das Richtige.

Und selbstverständlich: drängt niemanden dazu diese Spielart mitzumachen. Nur wenn beide sich der Risiken bewusst und bereit sind, sollte so etwas in Frage kommen.

Wie erkennt man einen guten Dom?

Nachdem man sich eingestanden hat auf BDSM zu stehen und einigermaßen heraus gefunden hat was einem gefällt, kommt der einfache Part: ein Gegenüber zu finden, das passt und bei dem man als Sub gut aufgehoben ist.

Das sollte aber eigentlich einfach sein. Denn so gut wie jeder Dom sagt von sich, er sei ein guter Dom. Ich sage das von mir auch. Wo ist also das Problem? Fall geklärt.

Ok, ihr könnt wieder aufhören zu lachen. Denn einfach ist das tatsächlich leider gar nicht. Daher will ich mich heute damit beschäftigen, wie man einen guten Dom erkennt.

Zuerst sollten wir darüber reden was ich mit einem „guten Dom“ meine. Ich meine niemanden der eine bestimmte Anzahl von Praktiken beherrscht und Empfehlungsschreiben hat. Vielmehr geht es um den, der zur Neigung der Sub passt. Und um den Dom der auch menschlich zu euch passt. Andere Dinge wie Erfahrungsstand oder reichlich ausgestatteter Werkzeugkoffer sind nebensächlich.

Außerdem sollten wir noch einen Punkt klären. Ich weiß wie verlockend es ist, sich sofort in ein Treffen zu stürzen. Man hat eine neue Leidenschaft entdeckt und will sie ausleben. Vor allem, wenn man das Gefühl hat bisher viel verpasst zu haben.

Jeder soll das machen wie er oder sie mag. Warum nicht direkt am selben Tag oder am nächsten Wochenende treffen und loslegen? Das kann man machen und man kann mit Glück haben. Aber wenn man bei der Auswahl des Doms ein paar Tipps befolgt, dann minimiert man das Risiko und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es toll wird.

Auf einige sonstige Vorsichtsmaßnahmen gehe ich ein andermal ein. Ein nicht zu unterschätzender Test bei einem Treffen ist aber das Covern. Darunter versteht man, dass man sich von denjenigem mit dem man sich trifft die Daten geben lässt und die bei einem Freund oder einer Freundin hinterlässt. Man kann auch ausmachen, sich noch einmal während des Treffens zu melden.

Ein guter Dom wird das auf jeden Fall akzeptieren und als Vorsichtsmaßnahme mitmachen. Wer sich da weigert, der ist mit Vorsicht zu genießen. Übrigens darf man sich auch als Dom covern lassen.

Und damit sind wir schon an einem ersten Punkt angelangt. Ein guter Dom wird nicht auf ein sofortiges und übereiltes Treffen drängen. Zwei Nachrichten gewechselt und los geht es? Das wäre für mich ein Alarmzeichen. Es sei denn, beide Seiten wissen schon sehr gut was sie wollen und bekommen.

Ein guter Dom stellt Fragen. Und zwar nicht „Bist Du rasiert?“, „Welche BH-Größe hast Du?“ und „Machst Du Anal?“. Sondern die richtigen Fragen. Nach euren Vorstellungen, euren Erfahrungen, euren Wünschen und Ängsten. Außerdem hört er zu und stellt auf Grundlage eurer Antworten neue Fragen. So lernt er eure Fantasien und Bedürfnisse kennen.

Auch die Frage nach Tabus ist extrem wichtig. Also nach Dingen, die man unter keinen Umständen möchte und die auf keinen Fall passieren sollen. Tabus sind gerade für Anfänger oft schwer zu definieren. Aber danach zu fragen sollte Standard sein.

Ebenso Standard sollte es sein, die Benutzung eines Safewords anzubieten. Also eines Wortes, dass Sub auch in der wildesten Action sagen kann um damit sofort alles abzubrechen.

Ein guter Dom beantwortet euch auch eure Fragen. Er gewährt euch Einblicke in seine Vorstellungen und das was er gerne mag und worauf er ungerne verzichten würde.

Ein guter Dom kann sich einfühlen und vermittelt euch damit ein Gefühl von Sicherheit.

Dennoch ist ein guter Dom ganz sicher kein Wunscherfüller. Er hat seine eigenen Vorstellungen und ist bereit und in der Lage diese auch durchzusetzen. Aber ohne dabei euch als Menschen und das was ihr vereinbart habt aus den Augen zu verlieren.

Ein guter Dom ist also auf meiner Sicht vor allem kommunikativ. Sicher kann man vieles auch intuitiv richtig machen und dabei lange Glück haben. Aber wenn man miteinander redet, dann minimiert man eben das Risiko doch mal daneben zu legen.

Übrigens darf ein Dom auch lachen. Doch. Wirklich. Muss er nicht, ist aber dann kein Minuspunkt.

Es ist auch wichtig, dass ein Dom etwas Fantasie zeigt. Vielleicht ist das am Anfang noch egal. Aber spätestens bei der zweiten oder dritten Wiederholung wird euch auffallen, dass Abwechslung nicht zu unterschätzen ist.

Wenn ihr euch dann trefft entscheidet sich natürlich alles. Ob es dann der für euch passende Dom ist entscheidet sowieso der Bauch. Oder manchmal auch andere Körperregionen. Das müsst ihr dann selber wissen. Ein Blick oder eine Geste kann da schon eine Menge aussagen und bewirken.

Wenn es dann wirklich zur Sache kommt, werden aus meiner Sicht noch andere Dinge entscheidend wichtig.

Ein guter Dom schlägt oder bestraft nicht aus Wut. Wer jähzornig ist und so die Kontrolle verliert, der kann euch wirklich körperlich gefährlich werden. Also achtet darauf. Überhaupt sollte ein guter Dom nicht die Kontrolle verlieren. Um euch auf Dauer aufgehoben fühlen zu können braucht ihr das Gefühl, dass Dom weiß was er tut. Und auch wann er etwas nicht tut. Ein Dom der sich aus Lust, Wut oder anderen Gefühlen zu Dingen hinreißen lässt, die nicht vereinbart waren oder allgemein unvernünftig sind, der bringt euch immer wieder in Gefahr. Finger weg.

Ein guter Dom achtet auch auf Hygiene. So wird er speziell Spielzeuge die eingeführt werden immer mit Kondom nutzen und benutzte Spielzeuge reinigen und sofern möglich desinfizieren.

Achtet auf euer Bauchgefühl bei der Auswahl eines Doms. Nehmt nicht zwingend den, der am meisten verspricht, am nächsten dran wohnt oder einfach am geilsten aussieht. Andere Kriterien können für euren Lustgewinn wesentlich wichtiger sein. BDSM ist geil und macht Spaß, es kann dabei aber auch viel schief gehen. Davor sollte man keine Angst haben, aber Respekt. Daher minimiert das Risiko und wählt weise.

Nichts von alledem muss man befolgen. Jeder darf und kann auch mit dem Feuer spielen und sagen „Ich liebe die Gefahr“. Wer aber gerade für die ersten Schritte im BDSM eine Auswahl treffen will, der ist mit diesen Tipps sicher besser bedient, als mit einem spontanen Hoteldate mit einem Fremden.

Also Augen auf bei der Dom-Wahl.

Fantasien und Wirklichkeit

Kürzlich habe ich bei Twitter eine Umfrage gemacht. Gefragt war, ob die Leute Fantasien haben, die sie sich zwar vorstellen, vielleicht auch geil finden, die sie aber NICHT umsetzen wollen. Hier das Ergebnis:

Auch wenn die Umfrage alles anderes als repräsentativ ist, ist das Ergebnis dennoch schlüssig würde ich sagen. 78% der Teilnehmer geben an, dass sie solche Fantasien haben.

Dabei sind die Richtungen und Ausprägungen der Fantasien natürlich endlos. So, wie auch die Gründe, warum man sich vorerst oder komplett dagegen entscheidet sie auszuleben.

So gibt es gesundheitliche Gründe eine Fantasie dann lieber doch Fantasie bleiben zu lassen.
Ein Beispiel dafür wäre diese: Sub wird von mehreren, möglicherweise sogar ihr fremden Männern benutzt. Das Sperma spritzt und tropft ihr aus allen verfügbaren Öffnungen.
Klingt geil, ist es vielleicht auch. In den Zeiten von HIV aber schwerlich umsetzbar ohne die eigenen Gesundheit zu riskieren. (Ja, ich weiß es gibt auch andere Krankheiten die nicht zu unterschätzen sind).

Oder aber es sprechen die Vernunft und der Selbsterhaltungstrieb dagegen. So wie bei der Fantasie des Blind Dates. Mit einem Fremden direkt zur Sache. Kein Smalltalk, nicht vorher gesehen, sofort Sex.
Klingt geil, aber das Risiko schwingt natürlich mit. Der Mensch auf der anderen Seite bleibt immer unberechenbar wenn man ihn gar nicht kennt.

Manche Dinge sind auch reines Kopfkino und lassen sich aufgrund gesellschaftlicher Konventionen nicht umsetzen.
Beispielsweise Sub nackt über einen belebten Platz schicken wo Passanten sie beschimpfen und bespucken. Schnell wäre die Polizei da und der Skandal groß.

Manchmal sind Fantasien auch noch zu neu. Schließlich fangen die meisten Dinge, die wir dann irgendwann umsetzen und toll finden, als Fantasie an. Bei mir zum Beispiel manifestiert sich in letzter Zeit eine Fantasie einer Sub eine Windel anzuziehen und so mit ihr raus zu gehen. Sie sich neben mir in aller Öffentlichkeit einnässen lassen. Die Heimlichkeit und die Erniedrigung in aller Öffentlichkeit stelle ich mir in der Fantasie geil vor. Ob das real dann so wäre wie ich es mir vorstelle? Ob ich es dann nicht doch abtörnend fände? Keine Ahnung. Abgesehen davon, dass sie passende Partnerin fehlt, weiß ich schlicht nicht, ob es gut wäre.

Das ist ein gutes Beispiel für etwas, dass vielleicht noch etwas im Kopf reifen muss, um sich endgültig eine Meinung zu bilden. Will ich das oder lieber doch nicht? Auch das ist ein Situation in der man mit Fantasien öfter ist.

Und dann gibt es natürlich noch die problematischen Fantasien. Fantasien die mit echter Gewalt zu tun haben zum Beispiel. Wie die Vergewaltigungsfantasien. Oder Fantasien mit Klingen, Nadeln etc.
Besonders bei diesen Fantasien ist die Frage wichtig: will ich das erleben oder spiele ich dann zu sehr mit dem Feuer?

Fantasien gibt es viele. Das ist auch gut und erlaubt. In der Fantasie ist ALLES erlaubt. Denn erstens kann niemand etwas für deine Fantasien und zweitens schaden sie keinem. In eurem Kopf dürft ihr euch einfach alles vorstellen. Verantwortlich seid ihr nicht für das, was euch im Kopf anmacht, sondern für das was ihr tut. Da gilt es dann vorsichtig zu sein. Und selbstverständlich dort die unverrückbare Grenze zu ziehen, wo eure Fantasien anfangen anderen zu schaden.

Bis dahin ist einfach alles erlaubt was allen beteiligten Spaß macht.

Fantasiert ihr  von Rapeplays? Dann findet einen Weg der euch befriedigt und dessen Risiko ihr vor euch vertreten könnt.

Habt ihr Fantasien von Breathplay, dann informiert euch über die Gefahren und geht so weit, wie ihr es verantworten könnt.

Gehen euch Benutzung oder Gangbangs nicht aus dem Kopf? Überlegt euch, wie ihr euch hinterher fühlen werdet, achtet auf Kondome und wenn ihr meint es geht, dann los.

Denkt vor der Umsetzung an die Risiken. Auch an das Danach. Sucht Wege den Kick zu erhalten und dabei die Gefahr zu minimieren. Dann habt aber auch keine Scheu das was ihr wirklich wollte auch zu tun.

Wir sollten uns alle viel weniger für unsere Fantasien schämen. Steht mehr dazu. Bindet sie nicht jedem auf die Nase. Seid auch da vorsichtig, denn so eine Information kann auch an die Falschen geraten. Aber steht mehr dazu, teilt sie mit den Leuten von denen ihr Verständnis erwarten könnt und mit denen ihr sie vielleicht umsetzen wollt. Denn wenn nicht, dann werden sie vermutlich immer Fantasie bleiben. Manchmal ist das gut. Manchmal wäre das aber auch verdammt schade.

Am Ende gilt eben, was @is_successful auf meine Umfrage geschrieben hat:

In dem Sinne, seid mehr Dschungel als Schrebergarten.

Erniedrigung

Erniedrigung ist ein heikles Thema. Für viele gehört es zu BDSM, für manche ist es ein NoGo. Andere wiederum finden es reizvoll, haben aber Angst davor. Und vor allem, Erniedrigung hat einfach so wahnsinnig viel Gesichter. Was ist Erniedrigung im Kontext von BDSM? Wie also damit umgehen? Und was ist so oft das Problem?

Erniedrigung ist gefährlich, weil es etwas ist, dass an den empfindlichsten Stellen treffen soll. Und nicht wie Schläge an empfindlichen Stellen des Körpers. Das tut schon weh. Sondern die Erniedrigung soll an den empfindlichen Stellen der Seele treffen. Und da tut es erst richtig weh. Zumindest wenn man nicht aufpasst.

Erniedrigung muss weh tun. So wie Schläge weh tun müssen. Aber genau wie Schläge darf sie nicht so verletzen, dass Narben auf der Seele bleiben.

Es gibt in unserem Inneren den Bereich wo wir uns wohl fühlen, dann gibt es den Bereich jenseits der Grenze des Wohlfühlbereichs. Dort wird es unangenehm, aber noch nicht verletzend. Und dann kommt der Bereich wo wir verletzt werden. Und die Erniedrigung im BDSM muss genau dazwischen treffen. Also genau in den Bereich jenseits des Wohlfühlbereichs und bevor es verletzend wird.

Easy, oder? Natürlich nicht. Aber das wusstet ihr schon.

Dazu kommt aber eben noch, dass der Wohlfühlbereich bei jedem wo anders endet und die Verletzungen bei jedem wo anders anfangen. Jeder hat da seine ganz individuellen Empfindlichkeiten. Das macht es spannend aber auch schwierig.

Mein Lieblingsbeispiel: eine meiner Spielpartnerinnen fand es extrem erniedrigend wenn ich sie zwang auf der Toilette zu pinkeln während ich zusah. Geschweige denn woanders zu pinkeln wenn ich zusah. Das war bei ihr absolut schambesetzt. Später einmal erzählte ich das einer Frau mit der ich über Erniedrigung sprach. Die lachte und sagte „Ich habe zuhause drei Kinder. Ich war seit 15 Jahren nicht mehr alleine auf der Toilette.“
Die selbe Situation, zwei Frauen, zwei völlig unterschiedliche Wahrnehmungen.

Ein anderes Beispiel. Eine Spielpartnerin fand es erniedrigend, wenn ich sie als Schlampe bezeichnet habe. Das hat sie erniedrigt und gleichzeitig erregt. Die perfekte Kombination. Also habe ich das dann gerne getan. Wiederum eine andere war in ihrer Jugend von Klassenkameradinnen immer wieder als Schlampe beschimpft worden. Das Wort hat sie zutiefst verletzt. Also war es tabu. So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen.

Damit kommen wir aber auch zu einem wichtigen Punkt. Es ist nicht wichtig was ich als Dom als erniedrigend empfinde. Es muss bei der Sub ankommen. Ihre Empfindlichkeiten sind entscheidend, denn auf ihre Reaktionen kommt es mir ja an. Es kickt mich nicht, dass ich etwas mit ihr tue oder zu ihr sage, was ich „schlimm“ finde. Sondern ihre Reaktion auf das was ich sage oder tue kickt mich. Wenn es ihr gleichgültig ist, dann löst es bei mir auch nichts aus. Und wenn es sie verletzt, dann empfinde ich keine Lust.

Ansonsten ist das Feld der Erniedrigung im Kontext von BDSM riesig groß. Es gibt die verbale Erniedrigung bei der es von den heftigsten Schimpfworten bis hin zu kleinen verbalen Dingen geht, die nur die Beteiligten verstehen. Pro-Tipp: Dabei ist es übrigens oft schlimmer Sub das wiederholen oder aussprechen zu lassen als was man sie bezeichnet, als wenn man es selber zu ihr sagt. 😉
Und es gibt die erniedrigenden Handlungen. Dinge die man mit Sub tut oder sie tun lässt. Ich höre als Feedback ihr wollt bei so etwas gerne Beispiele? Also gut. Ich habe Sub mal viel trinken lassen und sie dann raus geschickt. Aufgabe war, sich irgendwo im Freien einzunässen. Ich war bewusst nicht dabei, habe aber ein Beweisbild verlangt und sie natürlich erwartet. Als sie ankam musste sie sich vor mir ausziehen und ihre nassen Sachen vorzeigen. Sie durfte erst duschen, als ich es erlaubt habe.
Ja, nichts für Anfänger. Aber wir fanden es gut. Und das ist BDSM am Ende: die Beteiligten müssen es gut finden, nicht die Umwelt.

Wie schon hier drüben erwähnt, können Erniedrigungen auch als Strafe dienen. Auch das kann sehr spannend sein und dazu dienen, dass Sub das betreffende Vergehen nicht wiederholt.

Also noch einmal zusammengefasst: Erniedrigung ist extrem individuell. Erniedrigung muss weh tun, darf aber nicht verletzen. Und besonders bei Erniedrigung gilt: seid kreativ. Denkt euch etwas aus. Im Gegensatz zum Schlägen wo es begrenzte Körperregionen gibt auf die man schlagen kann, ist das Feld der Erniedrigung endlos.

Strafe muss sein

Für viele Außenstehende besteht ja BDSM hauptsächlich aus Lack, Leder und Peitsche. Und die Peitsche ist natürlich dazu da den Arsch zu versohlen. Das wiederum wird gleichgesetzt mit Bestrafung.

Das ist natürlich ein Missverständnis. Was ist, wenn Sub es mag dass man ihr den Arsch (oder andere Körperteile) versohlt? Kann etwas eine Strafe sein, dass Sub eigentlich genießt? Nein, natürlich nicht.

Denn wenn ich von Strafen rede, dann meine ich wirkliche Strafen. Strafen, die Fehlverhalten sanktionieren. Schläge auf den Arsch, wenn sie eigentlich gewollt werden, sind da dann das falsche Mittel. Daher ist für mich auch nur weniges schlimmer als ein bewusster Regelverstoß, gefolgt vom neckischen Blick mit der Aussage „Da war ich aber böse. Werde ich jetzt bestraft?“. Ganz furchtbar. Entweder wir entscheiden uns für BDSM und einen gewissen Metakonsens oder nicht.

Sicher gibt es lockerere Varianten und Situationen. Aber wenn Regeln aufgestellt werden, dann müssen die gelten und eben auch konsequent durchgesetzt werden. Und dazu gehören dann Strafen. Wenn ihr oder Sub Lust haben den Arsch zu versohlen oder versohlt zu bekommen, dann macht das. Und wie oben erwähnt, können Strafen nichts sein, was Spaß macht.

Wenn Sub keine Konsequenzen aus Fehlverhalten spürt, warum soll sie sich dann an Regeln halten?
Und wenn die Konsequenzen Spaß machen, warum soll sie sich dann an Regeln halten?

Wie dann gestraft wird, das hängt völlig von den Umständen und den Vorlieben ab. Wenn ihr BDSM nur sexuell lebt, dann kann es ein Verbot des Orgasmus sein oder ähnliches. Wenn ihr D/s lebt und das auf den Alltag ausdehnt, dann kann es auch ein Verbot sein am Wochenende auszugehen, Nachtisch zu essen oder im Bett zu schlafen. Auch gezielte Erniedrigungen können Strafen sein.

Aus meiner Sicht gibt es ein paar klare Grundsätze was Strafen betrifft:

  • Strafen müssen weh tun und das wie dargelegt nicht zwingend im körperlichen Sinn.
  • Strafen müssen angemessen sein. Also keine überzogenen Strafen für kleine Vergehen.
  • Es muss immer klar sein, wofür bestraft wird.
  • Strafen sollten zeitnah erfolgen. Auf keinen Fall Wochen nach dem eigentlichen Fehlverhalten.
  • Bestraft werden kann nur für Regeln, die auch vorher klar waren. Spontan Regeln aufzustellen gegen die dann eben verstoßen wurde ist ein NoGo.
  • Das Fehlverhalten muss mit der Strafe abgegolten sein. Tage oder gar Wochen später noch einmal vorhalten „damals hast Du…“ geht gar nicht.

Wenn man sich an diese Grundsätze hält, dann wissen beide woran sie sind. Und das ist für diese Art von BDSM einfach unerlässlich.

Und wie eigentlich bei allem was BDSM betrifft hilft es, wenn man kreativ ist. Seid also kreativ bei den Strafen. Denkt euch etwas aus, dass Sub überrascht. Weniges ist so langweilig wie das Wissen „Wenn ich das mache, dann wird er das machen.“
In dem Zusammenhang finde ich Strafkataloge ganz besonders schlimm. Ja, es hilft natürlich Klarheit zu schaffen wenn man weiß was einem droht. Aber es ist auch so unglaublich langweilig. Oder nicht?

Noch etwas, dass aus meiner Sicht ganz schlimm ist, sind Strafpunkte für Fehlverhalten. Sind wir hier in Flensburg bei den Verkehrssündern? Dieses Vergehen gibt so und so viel Punkte und wenn genügend Punkte zusammen sind, dann setzt es diese Strafe? Ich muss bei so etwas immer an die Frage an der Supermarkt denken: „Sammeln sie Punkte?“. Manche Sub sicher ja. Ich finde diese Form ganz schlimm und verwende sie nie. Aber wenn es euch Spaß macht oder hilft… Jeder wie er mag. 😉