Wie gestaltet man eine Session?

Gehen wir mal davon aus ihr habt euch gefunden. Ihr habt die Checkliste abgehakt, die Sub hat einen guten Dom gefunden oder umgekehrt. Ihr habt auch schon euren gemeinsamen Rahmen abgesteckt von dem was ok und gewollt und von dem was nicht gewollt ist. Aber was dann?

Irgendwann kommt der Moment eine ersten Session oder BDSM-Handlung oder wie ihr es nennen wollte. Manchmal ganz spontan, oft aber nicht. Oft ist es verabredet und geplant. Beide haben lange Zeit vorher darüber nachzudenken.

Aber während der devote Part da naturgemäß eher abwarten kann oder muss, obliegt es dem dominanten Part das Ganze in irgendeiner Form zu planen. Das ist der Punkt an dem alle Dominanten irgendwann stehen. Da beschäftigen einen Fragen wie: „Wie gestalte ich das Ganze nun?“ und „Was ist, wenn mir mal nichts einfällt?“.

Was man in diesem Moment braucht sind Fantasie, Spieltrieb, den vereinbarten Rahmen und sein Handwerkszeug. Darunter würde ich in dem Moment alles verstehen, was man an Seilen, Ketten, Schlagwerkzeugen etc. verwenden will und kann.

Ich persönlich visualisiere dann in einem ersten Schritt das Treffen. Sprich, ich stelle mir vor was passiert. Wo treffen wir uns? Kenne ich die Location? Was weiß ich darüber? Komme ich zuerst an oder ist sie zuerst dort? Welche Gegebenheiten finde ich dort vor?

Einmal hatte ich ein Hotelzimmer gebucht, wusste aber nicht, dass das Hotel verspiegelte Fenster haben würde, durch die man von außen ungesehen über die ganze Stadt schauen konnte. Sobald ich das gesehen hatte war klar, dass ich meine Sub nackt am Fenster würde platzieren müssen. Solche Situationen muss man natürlich spontan mit nehmen.

Dann überlege ich, was von meinem Handwerkszeug ich vermutlich benutzen werde. Was davon ist am Anfang sinnvoll, was erst später, weil es vielleicht etwas Vorlauf braucht. Beispielsweise Schlagwerkzeuge die erst zum Einsatz kommen, wenn beide schon etwas aufgewärmt sind.

Dabei habe ich natürlich auch immer Blick was vereinbart war. Was kickt sie besonders? Welchen Schwerpunkt möchte ich setzen? Oder haben wir etwas vereinbart, dass vorkommen soll? Und ganz wichtig, welche Stimmung will ich insgesamt erzeugen? Als Dom setzt ihr in dieser Situation den Ton. Wollt ihr besonders streng sein, eher nachgiebig? Was ist in der aktuellen Stimmung zwischen euch der richtige Ton?

Aus all diesen Informationen entsteht im Kopf ein ungefährer Plan. „Situation Eins, Ort X, ich fange an mit… Situation Zwei, Ort Y, weiter mit…“.

Wenn ihr nicht ein ganz konkretes Szenario plant, vielleicht ein Rollenspiel oder so, dann macht das Ganze nicht zu konkret. Lasst euch selber Freiheiten und Spielräume. Das fällt natürlich umso leichter, je öfter man das schon gemacht hat. Am Anfang hält man sich vielleicht einfach zu sehr an dem fest, was man sich vorher überlegt hat.

So reift ein grober Ablauf im Kopf: „Erst hier diese Aktion, dann rüber nach da, dann die Gerte…“. Mehr hat man eigentlich nicht. Mit dem oben erwähnten Spieltrieb und der Lust am Ganzen fällt euch der Rest dann schon ein wenn es so weit ist.

Nun aber zum vermutlich wichtigsten Tipp von allen. Seid immer bereit all dass oder einzelne Punkte davon über Bord zu werfen. Ohne zögern. Zack, gestorben.

Wenn ihr merkt, es passt gerade etwas nicht, dann nicht krampfhaft daran hängen und denken „aber jetzt solle es doch so weiter gehen“. Nein. Weg damit und etwas anderes machen. Oder auch wenn ihr spontan auf etwas Lust habt dass gar nicht geplant war, warum nicht? Auch wenn das alles andere was ihr euch überlegt hattet über den Haufen wirft. So what?

Bei niemandem auf der Welt verläuft jede Session so, wie sie vorher überlegt oder geplant war. Das ist normal und ist sogar Teil des Spaßes. Vor allem: macht nicht den Fehler in der Situation irgendetwas nachzuhängen, dass vermeintlich „nicht geklappt hat“. So lange ihr im Flow seid ist alles gut. Euer Gegenüber weiß ja im Zweifelsfall gar nicht was „eigentlich geplant“ war. Also locker bleiben und weiter genießen, sonst macht ihr es euch nur selber kaputt.

Klammert euch also nicht an euren Plan. Tut euch selber den Gefallen und seid bereit ihn spontan zu ändern und fallen zu lassen. Das ermöglicht euch und eurem Gegenüber unendlich mehr Freiheit und Lockerheit. lasst euch außerdem gesagt sein, dass sich aus diesen spontanen Planänderungen oder Umwegen oft die besten und aufregendsten Situationen entwickeln.

Kurz gesagt, plant so viel wie nötig, aber auch nicht zu viel. Lasst euch innerhalb dessen was ihr gemeinsam vereinbart habt von eurer Fantasie und eurem Spieltrieb leiten. Überlegt vorher, was ihr an Gegebenheiten vorfindet. Seid aber auch bereit alles über den Haufen zu werfen, wenn die Situation es verlangt oder sinnvoll erscheinen lässt. Ansonsten: genießt es so gut ihr könnt.

Vom Partner zum Dom?

Wenn ich mit Frauen rede oder sie über den Blog mit mir in Kontakt treten, dann begegnet mir sehr häufig ein bestimmtes Muster. Die Frau hat ihre devote Neigung entdeckt und versucht das dem Ehemann nahe zu bringen. Dieser ist selbstverständlich zutiefst überzeugt, dass er ihr das was sie möchte mit Leichtigkeit geben kann.

Über dieses unerschütterliche männliche Selbstvertrauen ließe sich ebenfalls einiges sagen. Darum soll es aber hier nicht gehen. Es soll darum gehen, dass die obige Annahme in den allermeisten Fällen falsch ist.

Es gibt da gleich mehrere Probleme. Problem Nummer eins ist, der Ehemann steht im Normalfall einfach nicht darauf zu dominieren. Wenn doch und die beiden haben es nur gegenseitig bisher nicht gewusst, dann herzlichen Glückwunsch. Ein Lottoschein wäre bei dem Glück wohl eine gute Idee gewesen.

Wenn der Partner aber selber nicht darauf steht, dann wird es „dieses BDSM“ vermutlich nur zum Gefallen der Partnerin/Ehefrau machen. Dass wiederum weiß sie natürlich. Und für die allermeisten devoten Frauen ist das ein totaler Lustkiller. Denn sie wollen dominiert werden, weil es dem Mann gefällt. Weil er sie beherrschen und benutzen will. Was sie nicht wollen ist ein Partner bei dem sie genau wissen, der tut nur so, um ihnen eine Freude zu machen.

Das ist ein essentieller Unterschied zu einer Sexpraktik die man mal macht, weil es dem Partner gefällt. Das kann hervorragend für beide funktionieren. Im BDSM ist aber auch die Haltung hinter der Handlung für den Kick mit verantwortlich. Diese Haltung fehlt bei dieser Form von „Gefälligkeit“ und dadurch wird der Reiz extrem geschmälert.

Problem Nummer zwei ist oft, dass die Partner die Dominanz nicht glaubhaft machen können. Wie auch? Es ist nicht ihre innere Überzeugung und wenige haben die Schauspieltalente einer Robert de Niro. Erschwerend kommt bei langen Beziehungen hinzu, dass die Frau den Mann sehr gut kennt. Umso fremder und gekünstelter erscheint dann im Einzelfall die plötzliche sexuelle Dominanz.

Auch das ein weiterer und heftiger Lustkiller.

Ein drittes gängiges Problem ist, dass ein erfahrener Dom oder zumindest ein Dom der die Neigung wirklich hat, eine Sub anders behandelt als es ein Partner kann. Selbstverständlich soll und muss er auf sie achten. Aber in einer Session oder einer anderen Form von BDSM-Beziehung schwingt immer auch eine Anteil von „es ist mir völlig egal ob dir das jetzt gefällt, ich nehme es mir“ mit. Das zu begreifen fällt jemandem, der BDSM nicht kennt und versteht schon schwer. Es herüber zu bringen ist für einen womöglich langjährigen Partner quasi unmöglich.

Wie soll man nach 8, 10 oder 15 Jahren Ehe oder Partnerschaft der Lebenspartnerin, womöglich der Mutter der gemeinsamen Kinder glaubhaft machen, dass es einem „egal“ (immer ihm Rahmen des Metakonsens von BDSM natürlich) ist ob sie Lust hat und dass man sie fickt egal ob es ihr gefällt. In den meisten Fällen steht das im Widerspruch zu allem, was vorher in der Beziehung normal war. Das kann meist ein Partner nicht rüber bringen und wenn doch, dann wird die Partnerin es ihm meist nicht abnehmen können.

Die Rollen sind einfach über Jahre anders verteilt und beide können bei solchen Wünschen dann nicht aus ihrer Haut.

Kommen wir aber noch zu einem vierten gängigen Problem. Nicht selten entwickeln sich Vorlieben auseinander. Was früher mal gepasst hat, passt heute nicht mehr. Ein Partner hat andere Vorlieben entwickelt und sich damit beschäftigt. Oder bereits vorhandene Vorlieben haben sich immer weiter verstärkt.

Schaut sich eine Frau über Jahre für ihr Kopfkino BDSM-Pornos an und ihre Fantasien entwickeln sich immer weiter, dann versucht sie vielleicht wie oben erwähnt dass dem Partner nahe zu bringen. natürlich behutsam und mit eher sanfteren Beispielen. Warum nicht einmal mit einem Dreier anfangen um die Experimentierfreude zu wecken?

Aber schon dieser Schritt scheint dem Mann sehr groß. Es ist quasi schon der Gipfel der Ausschweifung den er sich vorstellen kann und sie umzusetzen verspricht er immer nur, tut es aber nie. Wie soll die Frau dann erst die anderen Wünsche und Fantasien offenbaren? Erniedrigung, Schmerz, Vorführung etc.?

Warum schreibe ich das alles? Um Bewusstsein bei denen zu schaffen, die in einer solchen Situation sind. Nicht jeder kann jedes Bedürfnis erfüllen. Entdeckt die Partnerin ihre Homosexualität sagt man ja auch nicht „Ich mach dir dann eben jetzt die Frau.“. Es geht nicht. Auch BDSM ist ein solcher Fall. Mit ganz wenigen Ausnahmen wie gesagt.

Welche Schlüsse ihr aus dieser Situation zieht, die Ehe öffnen, die Neigung unterdrücken, Trennung oder ein ganz eigener Weg, das muss jeder selber herausfinden. Aber diese besondere Illusion, nämlich „Dann dominiere ich dich eben“, die muss ich euch leider nehmen.

BDSM in den Zeiten von Corona

Social Distancing ist eines DER Schlagworte im Moment. Wir bemühen uns aktuell alle, uns nicht zu nahe zu kommen und wenn überhaupt, dann mit Masken. Damit meine ich nicht die aus der Fetisch-Ecke. Obwohl, wer weiß welche neuen Fetische sich nun daraus wieder entwickeln.

Aber ihr wisst natürlich was ich meine. Raus gehen, daten, Freunde treffen, tanzen gehen und auch BDSM ausleben ist aktuell schwer bis gar nicht möglich. Zumindest nicht auf die herkömmliche Weise.

Was also tun, wenn man BDSM ausleben möchte, der Partner oder die Partnerin aber aktuell weit weg und außer Reichweite ist? Wie man BDSM auch aus der Entfernung ausleben kann, habe ich in meinem Artikel über BDSM 2.0 beschrieben.

Wer daran Spaß und Lust hat, der kann solche Dinge natürlich nutzen. Manche sind aber aktuell eher sinnlos. So sind viele Leute derzeit viel zu Hause. Da ist die Kontrolle des Aufenthaltsortes eher weniger spannend.

Eine andere Idee ist zum Beispiel, virtuell oder vor einer Cam eine Art Session abhalten. Da ist viel Fantasie gefragt und dies kann den realen Kontakt natürlich auch nicht ersetzen.

Aber ein ureigener Bestandteil von D/s sind ja Aufgaben. Die sind weiterhin machbar und viele von ihnen sind dafür gedacht sie alleine umzusetzen. Genauso wenig sind sie ein Ersatz für den persönlichen Kontakt, aber wenn wir ehrlich sind, den gibt es auch nicht.

Ein Klassiker sind natürlich Fotoaufgaben. Sub bekommt genaue Vorgaben, welche Art Foto bis wann erstellt werden soll. Hierbei kommt es nicht darauf an, dass irgendwelche überzogenen Qualitätsmerkmale erfüllt werden. Der Reiz liegt in der gegenseitigen Aufmerksamkeit und Mühe, die man sich gibt.

Weitere Möglichkeiten sind Klammern, Plugs oder Liebeskugeln, die Sub zuhause oder für Mutige auch beispielsweise beim Einkaufen tragen kann. Natürlich immer an die persönlichen Grenzen und Erfahrungen angepasst. So ein Plug bei REWE an der Kasse oder eine zwickende Klammer in der Gemüseabteilung stehend, kann den Einkauf schon würzen.

Für die Kreativen unter den Subs gibt es die schöne Möglichkeit als Aufgabe eine Geschichte oder eine besondere Fantasie aufschreiben zu müssen. Beides kann später wunderbar als Vorlage für spannende Gespräche und vielleicht sogar neue gemeinsame Ideen dienen. Wer weiß, ob nicht sogar etwas dabei herauskommt, dass man veröffentliche kann.

Was auch in der aktuellen Lage wunderbar funktioniert sind Kleidungsvorschriften. Seien es einzelne Teile oder ganze Outfits. Eurer Sub die zu tragende Kleidung vorzuschreiben ist problemlos machbar und sogar dann umsetzbar, wenn sich einer oder beide in Quarantäne befinden.

Ebenfalls ein immer wieder gern genommenes Mittel zur Disziplinierung und als nicht zu unterschätzenden Aufgabe ist das Edging. Was ist das? Edging bedeutet, sich selbst befriedigen zu müssen in dem Wissen nicht kommen zu dürfen. Dabei gilt es so weit zu gehen, wie es möglich ist und dann aufzuhören. Wohlgemerkt natürlich, ohne zu kommen. Es gilt hier den sogenannten „Point of no Return“ zu finden und so nahe wie möglich ran zu kommen und ohne, naja, zu kommen.

Edging ist dabei variabel einsetzbar. Beispielsweise kann es abwechselnd mit Keuschhaltung eingesetzt werden. Also zeitweise sich überhaupt nicht anfassen dürfen und dann wiederum eine Zeit lang drei-, vier- oder fünfmal am Tag „edgen“.

Ein letzter Tipp sollen Toiletten-Vorgaben sein. Etwas, das im Alltag furchtbar schnell sehr anstrengend wird, kann aber in der erzwungenen Zeit zuhause ganz gut funktionieren. Sollten Dom und Sub also beide die meiste Zeit zuhause sein, dann ist die Variante, um Erlaubnis fragen zu müssen ob und wann man auf die Toilette gehen darf plötzlich umsetzbar. Genauso auch die Vorgabe in welchem Zeitraum wie viel getrunken werden muss, lässt sich plötzlich machen. Wer mag kann daraus ein spannendes Spiel machen, dass im Berufsalltag nie funktionieren würde.

Dies sollen nur ein paar Beispiele sein, um eure Fantasie anzuregen. Selbstverständlich erheben sie keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder auch nur besondere Originalität. Macht das Beste daraus, um durch diese schwierige Zeit zu kommen und euch dennoch die Freude und die Lust an BDSM zu erhalten.

„Fifty Shades of Grey“

fiftySeit kurzem befasse ich mich hier in meinem Blog auch mit Filmen die BDSM behandeln. Den Anfang bildete da vor einiger Zeit „Secretary“, der  quasi schon ein Klassiker im BDSM-Bereich ist.

Wenn es aber um BDSM-Filme geht, dann kommt man natürlich an einem Thema nicht vorbei: „Fifty Shades of Grey„. Also habe ich mir die Filme erstmals angeschaut um mir darüber eine Meinung zu bilden.

Und Achtung, ab hier kann es SPOILER geben.

Ich weiß darum, dass diese Filme Menschen viel bedeuten. Sie haben (zusammen mit den zugrunde liegenden Büchern) vielen Menschen den Weg zu BDSM geebnet und das ist mit Sicherheit ein Verdienst. Positiv ist ebenfalls, dass sie das Thema aus der Schmuddelecke geholt haben. Ich bin überzeugt, dass es vielen Leuten heute leichter fällt  sich selber, Freunden oder Familie gegenüber einzugestehen worauf sie stehen. Schließlich kann es ja nicht ganz so „krank“ sein, wenn es darüber Hollywood-Filme gibt, oder?

Diese Verdienste sind unbestritten und ich will sie nicht schmälern. Dennoch habe ich meine Probleme mit den Filmen. Und ich erkläre auch gerne welche.

In Filmen muss es nicht realistisch zugehen. Da sind Mafiabosse die Helden oder Trickbetrüger. Da werden Rachegelüste gelebt und Tiere können sprechen. Warum also darf es kein Erwachsenenmärchen geben, in dem sich ein Milliardär eine Studentin sucht um sie zu seinem Vergnügen „auszubilden“?

Natürlich darf es das geben. Wem es gefällt, der soll es sich anschauen und es genießen. Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

Meine Kritik richtet sich aber gegen die Darstellung von BDSM. Denn wäre „Fifty Shades of Grey“ die kleine Fan-Fiction in der Nische, die es zu Beginn war, dann wären die Maßstäbe andere. So aber öffnet es BDSM einem Millionenpublikum. Einem Publikum, dass sich ein Bild zu diesem Thema macht anhand der Filme.

Schließlich ist BDSM völlig in Ordnung und etwas, dass viele Menschen mit viel Freude und Genuss betreiben, ohne dabei einem einzelnen Individuum zu schaden.

Und von diesem Genuss und diesem Vergnügen sehe ich in diesem Film leider so gut wie nichts. Es gibt ein paar wenige Szenen der Ekstase. Aber das sind größtenteils die Sexszenen. Und in denen geht es in vielen Filmen leidenschaftlich zu.

Stattdessen sehen wir, wie Christian Grey zu Beginn ständig versucht Anastasia Steele dazu zu bringen einen dubiosen Vertrag zu unterzeichnen. Nicht, weil sie das will. Nicht, weil es ihr einen Kick gibt, sich irgendwie vertraglich an ihn zu binden um ihre Lust zu steigern. Sie selber hat darauf zu Beginn überhaupt keine Lust. Aber er drängt ihr unverlangt seine Neigung auf. Das fand ich persönlich zumindest etwas unangenehm.

Natürlich darf auch das Klischee der verrückten Ex-Sub nicht fehlen, die aber auch Monate nach der Trennung sofort gehorsam auf die Knie geht und die Waffe fallen lässt, als Grey es ihr befiehlt.

Dass Grey zeitweilig versucht Anastasia von Freunden und Familie zu isolieren und wirklich ständig versucht sie von sich finanziell abhängig zu machen ist ein weiterer Kritikpunkt in dem BDSM in den Filmen einfach sehr ungesund dargestellt wird.

Der Punkt, der mich aber wirklich wütend gemacht hat ist die Figur des Christian Grey und seine Geschichte, die seine Neigung erklären soll.

Denn natürlich hat er nicht einfach Spaß an BDSM. Natürlich genießt er nicht einfach eine sexuelle Neigung die er Anastasia gegenüber etwas unbeholfen und mindestens auch etwas fragwürdig rüber bringt.

Nein. Christian Grey wurde als Kind von seiner Mutter verlassen und sucht nun Frauen, die äußerlich seiner Mutter ähneln, um diese zu bestrafen. Über die Psychologie dahinter will ich jetzt gar nicht reden. Aber das ist eben die Moral der 50er Jahre. Wer eine abweichende Sexualität hat, der muss krank sein oder hatte eine schwere Kindheit. Vor allem aber muss er davon geheilt werden. Und so wirken die Reaktionen von Anastasia im Laufe der Filme auch immer mehr wie der Versuch einer Therapie.

Dass er als Teenager auch noch von einer älteren Frau verführt wurde die ihn in BDSM einweihte und ihn zu ihrem Sklaven machte ist dann nur noch das I-Tüpfelchen. Denn dadurch wird BDSM nur noch weiter als eigentlich ablehnenswert gebrandmarkt.

In einer Szene fragt Anastasia Grey unter Tränen „Why do you want to punish me? Why do you want to hurt me?“. Also „Warum willst Du mich bestrafen? Warum willst Du mir weh tun?“.

Worauf Grey kurze Zeit später sagt „Because I’m fifty shades of fucked up, Anastasia.“. Also sehr frei „Weil ich total verkorkst bin“.

Mir sagt dieser Dialog, dass weder sie noch er BDSM genießen. Das mag an anderen Stellen der Handlung anders sein. Aber am Ende empfinden es beide nicht als Lust und Freude. Das wird die ganze Zeit mindestens als Subtext transportiert.

Der Protagonist der Bücher und Filme ist ein Opfer von Misshandlung und Vernachlässigung, dass Probleme mit emotionaler und körperlicher Nähe hat und für den BDSM ein Ventil ist, sich an seinen früheren Peinigern zu rächen. Und nun kommt Anastasia und wir können Hoffnung haben, dass sie ihn von seinen Dämonen und BDSM befreit.

Mit lustvollem BDSM hat das leider kaum etwas zu tun. Es ist Therapie. Es ist in Teilen sogar Gewalt. Nämlich in den Szenen, in denen er sie aus Rache schlägt und bewusst dazu bringt, dass sie das Spiel abbricht. Das hat dann aus meiner Sicht gar nichts mehr mit BDSM zu tun.

Wie gesagt darf man solche Geschichten erzählen. Niemand ist gezwungen in seinen erfundenen Geschichten Beziehungsformen so darzustellen, dass sie realistisch sind. Aber wenn man eine Subkultur mit einem Werk ins Licht der Öffentlichkeit bringt, dann sind solche üblen Verzerrungen schlicht schade und enttäuschend.

Natürlich gibt es auch in den drei Filmen ein paar schöne Darstellungen von BDSM. Die Innigkeit von Anastasia und Grey, nachdem er sie aufgefangen hat ist schön dargestellt. Auch ein paar wenige Anklänge an  D/s sind enthalten, die mir gut gefallen haben. Aber im Großen und Ganzen leisten die Filme denen einen Bärendienst, die BDSM als eine Neigung unter anderen dargestellt sehen möchten.

In diesem Sinn: danke für gar nichts liebe E.L. James.

Der Dom als Gedankenleser

Das Tolle an so einem Dom ist ja, dass er intuitiv und ohne Fragen zu stellen genau weiß, was eine Sub will. Er geht nie zu weit, aber immer weit genug und dass nur, weil er eben Gedanken lesen kann. Ende des Artikels.

Ja, ich weiß. Viele Subs da draußen würden sich wünschen, dass es genau so läuft. Wir wissen aber alle: Das ist Quatsch und kann nicht funktionieren.

Es ist eine Binsenweisheit, aber um zu bekommen was man will, hilft es ungemein zu sagen was man will.

So leicht ist das aber nicht. Zuerst einmal fällt es ja vielen Menschen und leider vor allem vielen Frauen nicht leicht zu sagen was sie sexuell mögen oder nicht mögen. Manche wissen es sogar gar nicht so genau. Leider spielen oft anerzogene Hemmungen eine große Rolle, was es natürlich schwer macht, mit Leuten darüber zu reden, die man gerade erst kennen lernt.

Außerdem sind da diese ganzen Begriffe. Was bedeutet was? Wie definiert das Gegenüber diese dann wieder? BDSM bedeutet auch auf eine Art eine neue Sprache zu lernen. Woher soll man wissen, ob man Spanking oder Figging mag, wenn man davon noch nie gehört hat und nicht weiß, was dahintersteckt?

Auch wenn man sich die Begriffe angeeignet hat, ist es oft noch nicht leicht so etwas auszusprechen. Man mag sich zwar damit beschäftigt haben und sich vorgestellt haben, wie es wäre. Dann aber klar zu sagen „Also ich mag X und Y. Aber Z ist nicht mein Ding.“, ist nicht immer leicht. Denn häufig war es ein weiter Weg sich überhaupt einzugestehen, dass man beispielsweise geschlagen werden möchte. Diesen Wunsch dann einem anderen Menschen gegenüber klar zu formulieren, ist oft noch einmal eine ganz neue Herausforderung.

Das „Problem“ jedoch ist, dass es gerade im BDSM extrem wichtig ist, zu sagen oder miteinander zu klären was man mag und was man nicht mag.

Denn viel schneller als bei Vanilla-Sex kann man im BDSM durch bloßes „einfach mal ausprobieren“, das Tabu eines anderen brechen und denjenigen damit verletzen. Solche Verletzungen sollten tunlichst vermieden werden. Sie zerstören das Vertrauen und oft auch den Mut sich überhaupt näher an BDSM heran zu wagen. Wer früh eine schlechte Erfahrung macht, der lässt es dann vielleicht lieber ganz.

Was hilft aber nun gegen dieses Problem? Gedankenlesen ist es nicht. Soweit waren wir schon.

Als Dom sollte man der Sub helfen und mit konkreten Fragen Brücken bauen. Einfach entsprechende Stichworte in die Unterhaltung werfen, die Reaktion abwarten und darüber reden. Dabei sollte möglichst auch immer klar sein, dass ein Interesse nicht mit einem Versprechen gleichzusetzen ist oder dass diese oder jene Praktik demnächst ausgeübt werden muss.

Es braucht eine Ebene der Kommunikation, bei der Interessen und Wünsche offen geäußert werden können, ohne dass sie als Verpflichtung verstanden werden. Von beiden Seiten.

Konkrete Beispiele in Geschichten, Büchern, Videos, Gifs, usw. können auch eine gute Anregung sein. Manchmal bringen sie ein Gespräch in Gang und führen zu Themen, an die man in einer Unterhaltung bisher nicht gedacht hatte.

Außerdem ist es oft leichter einen Link zu schicken und die Reaktion abzuwarten, als etwas direkt anzusprechen.

Wichtig ist nur, dass der erfahrenere Part eine Atmosphäre schafft, in der auch der unerfahrene Part sich unbefangen äußern kann. Sich, vielleicht zum ersten Mal, einem anderen Menschen mit solchen Wünschen und Bedürfnissen zu öffnen fällt nicht jedem leicht. Jeder hat dabei sein eigenes Tempo, was respektiert werden will.

Sollte es einem der beiden zu langsam oder zu schnell gehen, dann passt ihr vielleicht einfach nicht so gut zueinander wie es zuerst aussah. Das ist kein Drama und kommt vor. Lasst euch davon nicht entmutigen.

Wie so oft ist Kommunikation hier der Schlüssel. In diesem speziellen Fall aber vor allem auch die Art der Kommunikation. Auf der einen Seite heißt es Raum zu geben, um sich zu öffnen. Auf der anderen Seite mutig sein und auch einfach mal über den eigenen Schatten springen. Schließlich hat man es grundsätzlich mit einem Gleichgesinnten zu tun.

Lust am Tabubruch

„Man darf doch andere nicht hauen!“. Das lernen wir schon in frühester Kindheit. Und wenn wir dann als Erwachsene aus sexueller Lust doch andere hauen und quälen? Dann ist das natürlich ein Tabubruch. Denn wir verstoßen gegen Dinge, die uns durch unsere Umgebung als „nicht ok“ vermittelt wurden. Und genau das macht einen nicht unerheblichen Teil des Reizes aus.

Was sind überhaupt Tabus oder „Meidungsgebote“ wie sie der Psychoanalytiker Hartmut Kraft nennt? Tabus sind Dinge, von denen uns unsere Prägung, unsere Umwelt, die Gesellschaft sagt, dass man sie nicht tut. Sie sind eine kulturelle Übereinkunft und nichts, was man irgendwo nachlesen kann.

Und Tabus sind immer im Wandel. Ganz hervorragend kann man das an Filmen sehe, die Skandale ausgelöst haben: Im Jahr 1951 war es ein riesiger Aufreger, dass die Schauspielerin Hildegard Knef im Film „Die Sünderin“ für ein paar Sekunden ihre nackte Brust zeigte. Einige Jahre später, im Jahr 1963 löste der Film „Das Schweigen“ einen Skandal aus, weil in ihm Sexszenen zu sehen waren.

Sowohl die nackt Brust von Frau Knef, als auch die Sexszenen wirken heute furchtbar altbacken. Jeder Schüler hat auf seinem Handy härteren Stoff. Damals aber waren es absolute Tabubrüche.

Was ein Tabu ist, ist also immer eine Frage der Zeit und der Gesellschaft in der man lebt.

Nach dieser Vorrede nun die Frage: Was haben Tabubrüche mit BDSM zu tun? Zuerst sei gesagt, wir reden hier natürlich von den oben erwähnten gesellschaftlichen Tabus. Nicht von den Tabus, die man in einer BDSM-Beziehung aufstellt um Praktiken zu benennen, die man nicht ausleben möchte.

Aus meiner Sicht besteht ein erheblicher Teil von BDSM und dem Reiz den er auf uns ausübt, aus Tabubrüchen. Angefangen bei dem oben erwähnten „Man darf doch andere nicht hauen!“. Im Alltag darf man andere nicht hauen. Im BDSM darf man es. Sogar noch „schlimmer“, man darf gehauen werden wollen. Beides ist ein Tabu.

Mir sagte neulich eine Frau, sie habe ihren Partner früher provoziert, weil sie wusste, dass er irgendwann ausrasten und sie schlagen würde. Und zwar nicht auf die gute Art. Sie hat sich lange gefragt, was mit ihr nicht stimmte, denn ein Teil von ihr genoss diese Schläge. Sie hielt sich für „gestört“. Irgendwann entdeckte sie BDSM und konnte das kanalisieren. Nun ist sie glücklich, weiß was immer fehlte und muss sich nicht mehr verprügeln lassen um zu bekommen was sie braucht.

Aber wo in der Gesellschaft kann man sagen „Ich mag es, wenn er mich schlägt und ich provoziere es sogar.“ So verzweifelt die Situation und so falsch alles daran war. Es zeigt uns, dass „geschlagen werden wollen“ ein Tabu ist. Und BDSM bricht damit.

Für viele kommt die Lust bei den Schlägen aus dem Wunsch Schmerzen zu spüren. Aber ein Teil des Kicks ist eben auch der Tabubruch. Das macht uns an.

Zu wissen man tut etwas Verbotenes kann dazu führen, dass man sich lebendig fühlt. Es ist aufregend, ein Kick, der Reiz des Verbotenen.

Ein weiteres und sehr starke Tabu sind Vergewaltigungsfantasien. Viele Frauen und Männer haben sie. Niemand will das im Normalfall wirklich erleben. Das ist klar. Aber dafür sind es ja Fantasien und da ist eigentlich alles erlaubt. Vor allem aber ist es eben ein Tabu. Keine Frau kann sich öffentlich bekennen und sagen „ach ja, mir vorzustellen vergewaltigt zu werden ist schon ganz geil“. Sie würde von ihren Mitmenschen mindestens schräg angesehen. Und so schämen sich auch viele für diese Fantasie.

Auch hier ist einer der Reize das Spiel mit dem Verbotenen und dem Tabubruch. Immer wieder schwingt die Frage hier mit: Darf man das wollen? Natürlich darf man. So lange alle freiwillig mitmachen und keinem geschadet wird, warum nicht?

Ähnliche Tabus sind Themen wie Anspucken, Natursekt, Ohrfeigen, Erniedrigung oder Prostitutionsfantasien etc.

Alles Praktiken, die man zu BDSM rechnet und die mit Sicherheit Tabus brechen. Dinge bei denen man bei Vanillas teils auf Fassungslosigkeit stößt und die Frage „Und das gefällt dir?“. Ja, tut es. Und ein Teil der Faszination kommt daher, weil wir um die fassungslosen Reaktionen wissen, die es auslösen würde, würden andere davon erfahren.

Mich persönlich kickt es immer wieder mit solchen Tabus zu brechen. Es erhöht den Reiz. Aber für viele Anfänger bedeutet es auch eine extrem hohe Hürde.

Da sind Selbtszweifel nicht selten. Das Gefühl etwas zu wollen, das nicht in Ordnung ist, womöglich sogar irgendwie krank.

Aber das ist Unsinn. Es gibt keinen Grund sich für Fantasien, Wünsche und Bedürfnisse zu schämen die einem gefallen und keinem schaden. Niemand schämt sich für seine Vorliebe für Erdbeereis. Warum auch? Warum sich also für sexuelle Vorlieben schämen?

Außerdem ist es wichtig zu erkennen, dass eben oft genau der Tabubruch den Reiz ausmacht. Nicht nur einmal habe ich von Menschen aus der Altenpflege gehört, dass Natursektspiele für sie so gar keinen Reiz haben. Klar. Wo es Alltag ist und zum Job gehört, ist der Reiz des Verbotenen weg. Mir erscheint das völlig logisch.

Wie so oft zum Schluss ein kleiner Aufruf und Versuch Mut zu machen. Macht euch wegen eurer Wünsche und Fantasien nicht verrückt. Mit ziemlicher Sicherheit seid ihr nicht die Einzigen. Und gerade die Dinge, die euch erschrecken üben einen besonderen Reiz aus. Akzeptiert eure Bedürfnisse und denkt darüber nach, was ihr davon ausleben wollt und was nicht. Sich dafür zu schämen ist jedenfalls weder eine Lösung noch notwendig.

„Aua ist kein Safeword“

Ein alter Gag in BDSM-Kreisen lautet „Aua ist kein Safeword.“. Tatsächlich steckt darin aber sehr viel Wahrheit.

Aber zuerst einmal: was ist ein Safeword? Ein Safeword ist eine Sicherheitsmaßnahme im BDSM. Es ist ein Wort, dass der devote Part benutzen kann um das Machtgefälle zu durchbrechen und zu signalisieren, dass er die Situation beenden möchte. Im Idealfall benutzt man dazu ein Wort, dass in der Situation völlig fremd und fehl am Platz wirkt. Eben, damit es sofort ausfällt.

Und damit kommen wir zurück zum Gag im ersten Absatz. In einer BDSM-Situation ist „Aua“ natürlich etwas dass vorkommen kann. Und „Aua“ soll es ja teilweise machen. Daher ist „Aua“ ein ungeeignetes oder eben gar kein Safeword. Viele verwenden dagegen das Wort „Mayday“ oder etwas völlig fremdes, dass in einer BDSM-Situation unpassend ist und nicht gesagt wird. Das kann alles sein „Kürbis“ oder „Apotheke“ oder was ihr wollt.

Wichtig ist bei der Wahl des Safewords nur, dass es euch im entsprechenden Moment auch einfällt. Und dass es leicht auszusprechen ist. „Rhododendron“ oder „Xylophon“ sind also eher unpraktisch.

Warum aber braucht man ein Safeword? Nun, es kann in jeder BDSM-Session eine Situation entstehen, in der sich der devote Part unwohl fühlt und die Situation beenden möchte. Diese Möglichkeit muss der devote Part IMMER haben, wenn er das möchte. Das ist der Konsens im BDSM. Der devote Part gibt die Macht zeitweilig ab, ist aber natürlich nicht völlig rechtlos. Auch diese Formen gibt es zwar, darum soll es hier aber heute nicht gehen.

Übrigens ist es auch sehr wichtig festzuhalten, dass das Nutzen eines Safewords keine Schande ist. Weder der dominanten noch der devote Part müssen etwas falsch gemacht haben wenn das Safeword zum Einsatz kommt. Keine der beiden Seiten sollte den Einsatz des Safewords als Problem oder gar als Niederlage sehen. Allerdings sollte man, wenn es eingesetzt wurde darüber reden. Klären, was los war, damit beide aus der Situation lernen können.

Was ist aber, wenn der devote Part in der Session nicht reden kann? Sei es wegen eines Knebels oder weil der Mund zugehalten wird? Für diese Fälle sollte man ein Klopfzeichen ausmachen. Auch in dieser Situation muss für den devoten Part eine Möglichkeit bestehen auszusteigen.

Damit das auch gesagt wurde: wer als dominanter Part weiter macht obwohl der devote Part es mit Safeword beenden wollte, der begeht Missbrauch. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe es oben schon erwähnt. Es gibt auch die BDSM-Spiele, in denen beide absichtlich auf ein Safeword verzichten. Warum? Beispielsweise, weil sie Grenzen ausloten wollen und der devote Part die Erfahrung sucht absolut und vollkommen in den Händen des anderen zu sein.

Das kann man machen. Aber das ist absolut nichts für Anfänger. Wer auf Safewords oder andere Sicherheitsmaßnahmen komplett verzichtet, der verlässt den Boden von SSC und begibt sich in den Bereich von RACK. Das kann man machen. Aber man sollte genau wissen was man tut.

Ebenfalls zu beachten ist natürlich auch, dass es Spiele gibt, die man nicht abbrechen kann. Die, wenn man sie einmal angefangen hat, einfach ausgehalten werden müssen. Solche Spiele nennt man Tunnelspiele. Ich habe mich neulich in einem Artikel damit beschäftigt.

Kommen wir aber noch zu einer Variante, die ich persönlich bevorzuge. Der sogenannte Ampelcode. So lange alles im grünen Bereich ist, gibt es keinen Grund etwas einzuwenden. Kommt der devote Part aber in die Situation, dass etwas zu heftig wird, zu schmerzhaft oder sonst irgendwie zu schwer, dann sagt er „Orange“. Wie wenn eine Ampel auf Orange springt. Für den dominanten Part ist dass das Signal etwas langsamer zu machen oder nicht fester zuzuschlagen. Die Session kann aber weiter laufen.

Kommt es aber so weit, dass der devote Part wirklich abbrechen möchte, dann kann er das Stopsignal setzen und „Rot“ sagen. Damit signalisiert der devote Part dem dominanten Part „Ich will, dass das sofort aufhört.“ Wie eben auch bei der Benutzung des Safewords.

Für mich persönlich ist das angenehmer. Denn es bietet mehr Möglichkeiten der Steuerung. Für mich und für die Sub. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache. Jeder entscheidet sich da für die Methode, mit der man sich am wohlsten fühlt.

Abschließend sei noch einmal gesagt: als Sub auf ein Safeword zu bestehen ist völlig ok. Gerade als Anfänger wäre es sogar unvernünftig darauf zu verzichten.

Das Safeword dann auch zu benutzen ist keine Schande. Und es muss auch nicht das Ende der Session bedeuten. Man muss danach nur vernünftig miteinander reden, sehen wo das Problem lag und dann, je nachdem was beide wollen, weiter machen oder sich doch lieber auf ein andermal vertagen.

Und wie gesagt, ein Safeword zu missachten ist kein Kavaliersdelikt. Wer das tut, der missbraucht mindestens seine Macht oder begeht sogar eine Straftat.

„Bin ich als Sub gut genug?“

Immer wieder lese ich Sätze wie „Die ist als Sub viel weiter als ich.“ oder „Bin ich ihm als Sub überhaupt gut genug?“. Gerade neulich habe ich erst wieder die Frage gehört „Klappt das bei anderen Frauen nicht schneller?“.

Dass unsere Gesellschaft Frauen oft untereinander vergleicht und bewertet ist nicht neu. Ganze TV-Formate wie „Germanys Next Topmodel“ oder „Der Bachelor“ basieren darauf, dass bewertet wird wer schlanker, hübscher, netter und sexier ist. Interessanterweise geht es selten darum, wer gebildeter, intelligenter oder schlagfertiger ist.

Aber auch Frauen untereinander bewerten und vergleichen sich. Und selten führt das zu etwas Gutem und Gesunden.

Wer über eine Bekannte herzieht wegen ihrer Kleidergröße, ihre Frisur oder sonstigen Äußerlichkeiten, der betreibt „Bodyshaming„. Das nur dazu beiträgt, dass zu verfestigen worunter viele leiden.

Wer eine Kollegin Schlampe nennt und über ihr Sexleben herzieht, der betreibt „Slutshaming„. Und das führt nur dazu, dass weibliche Sexualität weiter schlecht geredet wird. Da ist mehr Toleranz angeraten.

Die Ursache für dieses Verhalten liegt vermutlich in dem, was wir von Kindheit erfahren. Jungs sind immer toll, egal was sie tun. Sie werden gelobt und halten sich dann manchmal auch irgendwann für die Größten.

Mädchen dagegen sollen immer nett sein, hübsch aussehen und brav sein. Das führt natürlich dazu, dass man irgendwann nur noch auf die anderen schaut und sich argwöhnisch im Blick hat. Dazu kommen dann noch Vorbilder wie aus oben genannten TV-Sendungen und wir müssen uns nicht wundern.

Nun bin ich kein Soziologe und komme endlich zum Punk, um den es mir eigentlich gehen soll. Denn im BDSM sollten diese Vergleiche überhaupt keinen Platz haben.

Im BDSM sollte es niemals darauf ankommen mehr auszuhalten als jemand anderes. Es sollte nie darauf ankommen etwas schneller oder besser zu machen als jemand anderes. Es sollte nie darauf ankommen überhaupt mit anderen verglichen zu werden. Wie ich schon in einem früheren Beitrag versucht habe darzulegen ist BDSM kein Leistungssport!

Hier sollte nicht die Zahl der Schläge ermittelt werden um zu sehen wer gewonnen hat. Das ist aus meiner Sicht völliger Unsinn.

Und wenn eine Sub sich nicht vor den Dom kniet, dann sollte sie sich nicht fragen, ob eine andere Sub das sicher zu dem Zeitpunkt der Beziehung schon schaffen würde. Sie sollte sich eher fragen, ob sie sich denn überhaupt hinknien WILL. Und wenn nein, dann sollte sie das sagen. Und wenn sie es will, aber nicht schafft, dann sollte sie das Gespräch mit dem Dom suchen und nicht an sich zweifeln.

Dieser Druck den man sich selber und anderen macht ist vollkommen ungesund. Er führt zu Unzufriedenheit, Verkrampfung und allerlei weiterer Dinge, die man in seiner Sexualität nicht haben möchte.

Und a propos ungesund. Richtig ungesund wird es, wenn ein Dom diesen Hebel benutzt um seine Sub unter Druck zu setzen. Nach dem Motto „Die XY kann das aber besser.“ oder „Die XY hatte damit nie Probleme.“ Wer das macht liebe Subs, der ist dann eben ein Arschloch und sollte mit der Antwort „Dann geh doch zur XY.“ stehengelassen werden.

Ganz ehrlich, diese Form von emotionaler Erpressung braucht im BDSM niemand. Die braucht kein Mensch in keiner Form der zwischenmenschlichen Beziehung.

Der devote Part ist im BDSM häufig in einer emotionalen Lage, in der er verwundbar ist. Wie übrigens der dominante Part auch gelegentlich. Und in dieser verwundbaren Lage der absoluten Offenheit, braucht es Empathie. Niemand will und soll wie ein rohes Ei behandelt werden. Aber emotionale Erpressung ist dadurch in dieser Konstellation noch grenzwertiger als in anderen Situationen.

Im BDSM geht es nur darum, was euch und eurem Gegenüber Spaß macht. Was eure Bedürfnisse befriedigt. Was andere davon halten, ob andere das vermeintlich anders oder besser machen, ist völlig egal. Der Begriff „besser“ ist im BDSM sowieso unangebracht. Wie soll man messen was „besser“ ist? Ob es euch gut tut, ist alles was zählt.

Und um es noch einmal klar zu sagen, wer euch zu etwas bringen oder überreden will, in dem er aufführt, dass andere das auch/besser/schneller machen, der hat eure Aufmerksamkeit nicht verdient und eure Unterwerfung schon gar nicht. Der missbraucht seine Macht und streichelt höchstens sein Ego. Aber der Verantwortung die man als Dom trägt, kommt er ganz sicher nicht nach.

Widerspruch BDSM und Feminismus?

BDSM und Feminismus. Feminismus und BDSM. Für viele sind das Gegensätze. Für andere nicht. In jedem Fall ist es ein heikles Thema.

Ich will hier gar nicht den radikalfeministischen Ansatz besprechen, nach dem BDSM per Definition frauenfeindlich ist. Nach diesem Ansatz ist auch Sex zwischen Mann und Frau an sich frauenfeindlich. Zumindest wenn ich das richtig verstanden habe.

Was mich aber umtreibt ist der Zwiespalt in dem eine Frau heutzutage steht, wenn sie in aufgeklärten Zeiten aufgewachsen ist. Wenn sie immer gelernt hat, dass Frauen selbstbestimmt und und gleichberechtigt sein sollen. Und das sollte selbstverständlich so sein.

Aber dann stellt sie in sich fest, dass Sie sich sexuell gerne unterwirft. Schon oft haben mir Frauen in Unterhaltungen erzählt, dass sie damit ein großes Problem hatten oder noch haben. Vor allem in der Phase, in der sie sich ihrer Neigung erst bewusst werden mussten. Wie kann man immer dafür eintreten gleichberechtigt behandelt zu werden und dann darauf stehen geschlagen und dominiert zu werden fragen sie sich dann. Über diese Hürde der Akzeptanz der eigenen Neigung auch schon früher geschrieben und es ist für viele ein echtes Problem.

Um das klar zu sagen: ich bin absolut für Gleichberechtigung. Frauen sollten die selben beruflichen Chancen haben, sollten für gleiche Arbeit das gleiche Geld bekommen und sollten in Gremien, auf Podien etc. gleichberechtigt vertreten sein. Das ist meine politische Ansicht.

In meiner Sexualität aber sehe ich das anders. Da liebe ich es zu dominieren und zu bestimmen. Zu erniedrigen und zu führen.

Für mich ist das in keiner Weise ein Widerspruch. Und auch für Frauen sollte es das nicht sein.

BDSM ist eine Neigung. Meiner Erfahrung nach entscheidet man sich nicht auf BDSM zu stehen. Ebenso wenig wie man sich entscheidet homosexuell zu sein. Das ist für mich schon einmal ein Punkt, weshalb es Unsinn ist jemandem BDSM ausreden oder verbieten zu wollen. Früher wurden auch Homosexuelle als krank bezeichnet. Das ist heute zum Glück nicht mehr so. Und auch die BDSM-Neigung ist nicht krank.

Natürlich ist es erst einmal paradox. Frauen kämpfen noch immer um Gleichberechtigung. Wir sind da als Gesellschaft in der westlichen Welt schon weiter als wir es je waren. Aber echte Gleichberechtigung gibt es noch nicht. Wer das nicht glaubt, der soll sich zum Beispiel mal anschauen was los ist, wenn eine Frau ein Fußballspiel von Männern kommentiert.

Gleichberechtigung ist ein wichtiges Anliegen des Feminismus. Und sie ist gesellschaftlich noch nicht erreicht. Dennoch kann man ohne schlechtes Gewissen eine sexuelle Beziehung haben, in der man ganz bewusst auf Gleichberechtigung verzichtet.

Wie soll das möglich sein? Vor allem ist Selbstbestimmung ein wichtiges Anliegen des Feminismus. Was soll die ganze Gleichberechtigung helfen, wenn man nicht selbstbestimmt leben darf wonach einem ist? So lang man keinem anderen damit schadet natürlich. Und das ist für mich der Punkt. Die ganze Gleichberechtigung und Selbstbestimmung ist nichts wert, wenn sie dort aufhört, wo es den anderen zu weit geht.

Zu sagen „Ja ok, wir haben zwar dafür gekämpft, dass Du selbstbestimmt leben darfst, aber wenn das beinhaltet, dass Du dich sexuell erniedrigen und dominieren lassen willst, dann geht das zu weit. SO selbstbestimmt darfst Du nun auch nicht sein.“ Das ist schlicht Heuchelei.

BDSM ist eine Neigung und eine sexuelle Spielart, in der sich erwachsene Menschen freiwillig und völlig selbstbestimmt in Situationen begeben, in denen andere über sie bestimmen. In 99 Prozent der Fälle findet diese Abgabe von Kontrolle nur in einem klar definierten Rahmen statt.

Man muss kein Psychologe sein um zu erahnen, dass genau darin ein Teil des Reizes liegt. Im Alltag stark sein müssen und führen. Im geschützten Rahmen der BDSM-Beziehung dann los- und sich fallen lassen. Im Alltag für bewusste Sprache eintreten und sich im geschützten Rahmen verbal erniedrigen lassen. Und dann eben auch wieder in diesen Alltag zurück kehren und weiter die Rolle einnehmen, die einem nun einmal aktuell zugeteilt ist.

Für mich gibt es da zwischen Feminismus und BDSM keinen Widerspruch. Wenn eine selbstbestimmte Frau sich dafür entscheidet, sich einem anderen Menschen in einem geschützten Rahmen zu unterwerfen und damit keinem anderen schadet, dann ist das ihre Entscheidung. Im Gegenteil kann BDSM da auch als Ventil dienen.

Was andere denken, sollte dabei sowieso keine Rolle spielen. Wichtig ist, dass ihr euch darüber klar werdet, dass es ok ist. Niemand wird durch BDSM zum Verräter an der Gleichberechtigung. Niemand ist ein schlechter Mensch, weil er auf solche Praktiken steht. Niemand sollte sich selber verurteilen oder sich die Erfüllung dieser Wünsche verweigern, aus Sorge vor solchen Gedanken.

Feminismus ist auch, die eigene Sexualität selbstbewusst und nach den eigenen Vorstellungen auszuleben. Und niemand hat das Recht über diese Sexualität zu urteilen.

P.S. Ja, ich habe die Seite der Femdoms hier nicht explizit erwähnt. Diese Auslassung soll aber nicht unterstellen, dass die Femdoms nicht ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt sind. Die Grundaussage trifft aber auf alle Seiten zu die Frauen im BDSM einnehmen.

„Secretary – Womit kann ich dienen?“

41R85rZdEyLIst „Secretary“ ein Meisterwerk? Eher nein. Aber man kann ihn gut schauen und für jeden, der BDSM zugeneigt ist und sich nicht leicht erschrecken lässt, ist er absolut empfehlenswert. Denn er gibt sehr viele Einblicke in Dinge und Verhalten, die ich aus meinen Jahren in dem Bereich gut kenne.

Und Achtung, ab hier kann es SPOILER geben.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Die junge Lee Holloway (Maggie Gyllenhaal) nimmt einen neuen Job bei einem Anwalt (James Spader) an und durch die Anleitung ihres neuen und strengen Chefs entdeckt sie das, was ihr schon immer gefehlt zu haben scheint: Erniedrigung, Dominanz und Schmerz.

Wie und auf welche Weise diese Entwicklung verläuft ist dabei das eigentlich spannende. Und da zeigt der Film eine große Bandbreite an hoch interessanten Themen.

Am wichtigsten vielleicht, wie Lee durch die Entdeckung ihrer wahren Neigung zu sich findet. Sie entdeckt das, was sie erfüllt und erregt. Und damit etwas, dass ihr immer gefehlt hat. Ihr anfängliches selbstverletzendes Verhalten kann man sowohl als eine Form von Lust auf Schmerz, als auch den Versuch sich selber zu spüren verstehen. Sicher ist es eine vereinfachte Darstellung, dass BDSM all ihre Probleme löst. Aber hey, es ist ja auch nur ein Film.

Wenn man den Film anschaut, dann entdeckt man wahnsinnig viele Elemente die typisch für BDSM sind. Mary Gaitskill, die Autorin weiß offenbar sehr genau, worüber die da schreibt. Sie hat übrigens den Film auch als „Pretty Woman-Version ihrer Geschichte“ bezeichnet. Und der Bezug zu „Pretty Woman“ ist gar nicht so weit hergeholt. Außerdem deutet es darauf hin, dass die Geschichte wohl etwas härter ist, leider kenne ich die aber nicht.

Wie erwähnt reißt der Film sehr viele Themen an, die man als BDSM-erfahrener Mensch kennen kann. Angefangen mit der Lust an Erniedrigung mit der Lee schon früh im Film in einen Müllcontainer steigt, gibt es viel zu entdecken, dass dem BDSMer bekannt vorkommt.

Die Art, wie Lee versucht Strafen zu provozieren kommt sicher vielen bekannt vor. Die Anweisungen, was sie essen darf und auf welche Weise geben Einblicke in D/s, die ich so noch nicht oft in Filmen gesehen habe. Besonders spannend und berührend für mich dabei die Szene, als sie heimlich telefonisch den Speiseplan an ihn durch gibt.

Auch die Rituale die beide etablieren sind schön dargestellt. Aber auch seine Zweifel und Distanz dürften bei vielen Erinnerungen an sich selber oder Partner wecken.

Die Art wie sie die blauen Flecken auf ihrem Arsch bewundert und wie sie versucht, sich selber zu schlagen und daran natürlich scheitert sind ebenfalls toll beobachtet und realistisch.

Die nicht zuletzt die Szene in der sie ihren Freund versucht dazu zu animieren sie zu schlagen und wie er rein gar nichts versteht. Auch der folgende frustrierende und unbefriedigende Sex mit dem Freund. Alles Versatzstücke in denen sich viele wieder erkennen, die BDSM leben.

Ich habe den Film vor Jahren schon einmal gesehen und mochte ihn. Offenbar sogar sehr, denn ich habe mir damals die DVD gekauft. Über die Jahre habe ich aber viel vergessen und ich glaube auch, ich verstehe ihn heute besser als damals. Auch das was mich damals störte, fand ich heute schlüssig.

Denn damals hatte ich mich daran gestört, dass Lee anfangs aus einer Klinik kommt. Das hatte ich damals interpretiert, als müsse man sich absichern und klären, dass jemand der so etwas mag ja krank sein müsse.

Das verstehe ich heute anders. Ihr Leben hat sie krank gemacht und sie hatte keine Lösungen. Als sie BDSM für sich entdeckt, kann sie ihr selbst verletzendes Verhalten ablegen. Sie hat zu sich gefunden und zu dem, was sie erfüllt. Das DAVOR waren Lösungen, weil ihr genau diese Erfüllung im Leben gefehlt hatte. So interpretiere ich es heute.

Auch war ich überrascht wie explizit der Film doch wird. Man sieht zum Beispiel die auf allen Ebenen wunderbare Maggie Gyllenhaal völlig nackt. Das hat mich für eine Hollywood-Produktion schon gewundert.

Außerdem gibt es die Spuren auf ihrem Arsch zu sehen, Man sieht in einer Szene, wie sie sich einpinkelt, weil sie gehorsam seiner Anweisung folgt sich nicht aus einer bestimmten Position zu bewegen. Auch Szenen in denen sie auf allen Vieren durch das Büro kriecht oder ihm ein Kaugummi in die Hand spuckt sind intimer, als ich sie in so einem Film erwartet habe.

Insgesamt kann ich den Film jedem empfehlen. Hier wird BDSM insgesamt sehr positiv dargestellt, ohne dabei die Handlungen als Missbrauch darzustellen. BDSM ist hier einfach etwas, dass beide wollen und beiden gut tut. Das fand ich sehr wohltuend.

Übrigens, dass der Anwalt und Dom in diesem Film „Grey“ heißt, hat nichts mit „Fifty Shades of Grey“ zu tun. Der Film entstand Jahre vor dem ersten Buch dieser Reihe. Ob der Charakter der Autorin der Bücher als Inspiration diente ist mir nicht bekannt.