Im Verhör, Teil 9

Fortsetzung von Teil 8

Angie heulte, schluchzte, jammerte und schrie, aber die verdammte Maschine stieß immer weiter monoton in sie hinein. Ihr gesamter Unterleib brannte wie Feuer. Von innen und von außen schien sie in Flammen zu stehen. Nach wenigen Minuten ließ auch die Wirkung des Gleitmittels nach und ihre geschundene und bereits wunde Pussy konnte nicht mehr genug Feuchtigkeit aufbringen, sodass auch die Reibung wieder viel unangenehmer wurde.

Angie fühlte sich mittlerweile, als wäre ihre Pussy eine einzige Wunde, als sie neben sich eine Stimme hörte. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass jemand so nahe an sie herangetreten war.

Es war die Oberste Instanz wie sie erkannte und mit fast sanfter Stimme fragte er „Nun, willst Du uns nicht die Namen deiner Komplizen verraten?“.

Zuerst realisierte sie die Frage gar nicht, so versunken war sie in den Schmerz und ihre Situation. Dass Sie nackt und entblößt hier lag und gefickt wurde war ihr schon egal. Selbst bei der Vorstellung, dass möglicherweise mehrere Menschen dabei zusahen. Es war ihr gleichgültig. Sie brannte.

„Du weißt, dass Du uns nur deine Komplizen und eure Anschlagsziele zu nennen brauchst und wir lassen dich gehen?“ erinnerte sie die Oberste Instanz an ihr Safeword in diesem Szenario. Jetzt war seine Frage durchgedrungen und Angie überlegte wirklich, ob Sie einen oder mehrere der Namen nennen sollte.

„Brian, Jean, Thomas und Isabelle. 16. Oktober. Gendarmenmarkt, Marienplatz und Römerberg“ waren ihr in den vorbereitenden Mails als die Informationen genannt worden, die die Oberste Instanz aus ihr herauszuholen versuchen würde. Würde sie eine der Informationen preisgeben, würde das aktuelle Verhör beendet. Würde sie alle preisgeben, wäre die ganze Gefangenschaft sofort beendet und sie dürfte gehen.

Bisher war sie nicht eine Sekunde so weit gewesen, aber nun dachte sie nach. Dummerweise meldete sich neben dem Schmerz und der Scham auch ein ungünstiger Anflug von Ehrgeiz und Stolz. Sie wusste genau, dass das kein guter Moment dafür, geschweige denn beide Gefühle war. Aber sie konnte es nicht ändern. Sie wollte es aushalten und nicht klein beigeben.

Also biss Angie sich auf die Zunge. Sie kämpfte innerlich mit sich und es musste ihr anzusehen sein, denn die Oberste Instanz sagte süffisant „Na, steht dir dein Stolz im Weg?“. Verdammt, dieser Mann war gefährlich. Er konnte sie lesen.

„Was ist nun?“ fragte er erneut und sie schüttelte trotzig den Kopf. „Na gut, wie Du willst.“ gab er zurück und verließ den Raum. Nicht ohne jedoch Wärter Y die Anweisung zum Weitermachen zu geben „Weiter machen. Gib immer mal Gel drauf und richte den Nebenraum.“.

An die folgende Zeit konnte sich Angie hinterher kaum noch erinnern. Sie dämmerte vor sich hin, der Schmerz pochend und immer präsent, die Maschine unbarmherzig zustoßend. Vielleicht war sie auch in eine Ohnmacht geglitten, aber weiterhin verbot ihr ihr Stolz das Safeword zu benutzen.

Irgendwann hörte sie die Stimme der Wärterin, der einzigen Frau in der Truppe. Es kam Angie wie eine Ewigkeit vor, dass diese ihr das widerliche Frühstück serviert und sie dann zum Duschen gebracht hatte. „Stopp das Ding. Das waren drei Stunden. Wenn sie bis jetzt nicht aufgegeben hat, dann bringt es jetzt auch nichts mehr.“

Wärter Y trat vor und musste einen Schalter bedient oder den Stecker gezogen haben, denn die Bewegungen in ihrer Pussy hörten auf. Sie spürte endlose Erleichterung, den Quälgeist aus sich herausgleiten zu spüren. Erst realisiert sie auch, dass die Wärterin gerade von drei Stunden gesprochen hatte. Sie konnte es kaum glauben.

Ende Teil 9. Wird fortgesetzt.


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Kopfkino ist keine To-do-Liste

Ich würde annehmen, dass bei jedem Menschen Sexualität im Allgemeinen und BDSM im speziellen im Kopf angefangen hat, ehe es „zur Sache ging“. Es entstehen Vorstellungen und Fantasien, Bilder und ganze Geschichten. Das so genannte Kopfkino kommt in Gang. Bei manchen sehr intensiv, bei anderen eher rudimentär. Aber es spielt sich eben zuerst einmal viel im Kopf ab.

Fantasien und Kopfkino finde ich ausgesprochen wichtig. Wer anfängt sich mit BDSM zu beschäftigen, Filme schaut, Clips im Netz, Bücher liest oder einfach die Fantasie schweifen lässt merkt schnell, was einen Kick auslöst und was einen eher kalt lässt. Das ist gut. Das gibt einem Hinweise, in welche Richtung es mit der eigenen Sexualität und den eigenen Bedürfnissen geht.

Ich selber habe in Zeiten vor dem Internet die eine oder andere Runde durch die „Ab 18“-Abteilungen in Videotheken gedreht. Für die Jüngeren unter euch, das war wie YouPorn, nur dass man in einen Laden gehen, eine unförmige Kassette ausleihen und zuhause feststellen musste, dass der Inhalt für den man bezahlt hatte Mist war.

Damals habe ich mal einen Porno ausgeliehen, in dem sich zwei junge Frauen in Dessous nacheinander gefesselt haben. Dabei blieben sie in Dessous, zogen sich also nicht aus. Als die eine die anderen dann gefesselt hatte, begann sie diese mit Federn zu kitzeln. Das wars. Das war der Porno. Ich muss zugeben, mir gab und gibt das nichts. Aber hey, wem es gefällt.

Mein Kopfkino wurde da von anderen Szenen angeheizt. Frauen die ausgeliefert waren, gehorsam Anweisungen befolgten, benutzt und erniedrigt wurden heizten da viel eher meine Fantasie an.

Aus dem was ich damals gesehen habe, wurde mein Kopfkino gespeist und entwickelte sich. So habe ich mit der Zeit herausgefunden, was mich reizt und was eben nicht. Die Kombination Dessous, Federn und kitzeln habe ich jedenfalls nicht weiter verfolgt.

Wie früher ja bereits erwähnt, ist aus meiner Sicht in der Fantasie sowieso alles erlaubt. Kopfkino darf wild, gewalttätig, unrealistisch und überhaupt alles sein, was dem oder der Kopfkinobetreibenden gefällt. Was dann real passiert ist eine ganz andere Frage. Dazu fand ich diesen Tweet perfekt:

In der Fantasie gibt es einfach keine Risiken. Kein Risiko verletzt zu werden. Psychisch oder physisch. Auch kein Risiko, dass es einem am Ende doch nicht so gut gefällt. Kein Risiko plötzlich Panik zu bekommen, am Ende unbefriedigt zu bleiben oder sich schlicht mies zu fühlen. Kopfkino ist immer irgendwie geil und frei von Problemen.

Daher ist es immer wichtig sich damit zu beschäftigen was vielleicht nur in der Theorie geil ist und was auch in der Umsetzung gewollt und heiß ist. Denn das darf und muss sich sogar fast unterscheiden. Daher der Tweet mit dem Schrebergarten. In der Fantasie sind wir unverletzlich und dauergeil. Das darf so sein, ist aber auch der Grund, warum Fantasien gerne heftiger sind als das was wir real wollen. Wir riskieren in der Fantasie nichts. Sich dieses Unterschieds klar zu sein ist ganz wichtig. Keine Scham nötig. Aber der Unterschied zwischen Kopfkino/Fantasie und dem Wunsch nach realem Erleben ist extrem wichtig.

Vor allem auch im Austausch mit potentiellen neuen oder bestehenden Partnerpersonen. Es ist ganz besonders reizvoll, sich mal zusammenzusetzen oder zusammen im Bett zu liegen und gegenseitig das eine oder andere aus dem Kopfkino zu teilen. Vermutlich gibt es dann Überraschungen auf beiden Seiten.

Aber niemals, ich wiederhole: NIEMALS darf Kopfkino als direkte oder indirekte Aufforderung nach Umsetzung verstanden werden.

Wer nach längerer Überwindung bereit ist, dem Gegenüber den Wunsch nach Spielen mit Natursekt zu gestehen, möchte nicht ohne weitere Rücksprache bei nächster Gelegenheit angepinkelt werden.

Wer dem Gegenüber das Kopfkino eines Gangbangs offenbart, möchte nicht ungefragt plötzlich mit 12 erwartungsvollen Kerlen konfrontiert werden.

Wer im Kopfkino eine Fantasie hegt, in der es um öffentliche Erniedrigung geht, möchte nicht ohne Absprache auf dem Marktplatz angespuckt und bloßgestellt werden.

Kopfkino und Fantasien zu teilen ist ein großer Vertrauensbeweis. Etwas, dass man schätzen und für dass man sich dankbar zeigen sollte. Kopfkino zu teilen ist auch ein großer Schritt in die Richtung der Erfüllung von Bedürfnissen und Fantasien. Aber alle Beteiligten sollten und müssen sich darüber klar sein, dass Kopfkino erst einmal nur Kopfkino ist.

Manches davon zeigt in eine bestimmte Richtung. Die Fantasie mit dem Gangbang kann – muss aber nicht – in ein Erlebnis mit einem oder mehreren Sexpartner münden. Die Fantasie mit der öffentlichen Erniedrigung kann – muss aber nicht – in Erniedrigungsspiele münden.

Kopfkino ist ein Fingerzeig in die Richtung in der Kinks liegen könnten. Diesen Fingerzeigen kann man folgen und dann für sich oder mit Partner herausfinden, was einen am Ziel erwartet. Vielleicht eine Fantasie die umgesetzt werden will. Vielleicht auch etwas, dass nur als „Anheizer“ genutzt werden sollte. Vielleicht auch etwas, dass für immer Kopfkino bleiben soll und wird.

Das alles ist ok. Aber traut euch euer Kopfkino immer mal wieder mit neuen Ideen zu füttern, traut euch den passenden Menschen einen Einblick in das Programm eures Kopfkinos zu geben und wenn ihr die Glücklichen seid, denen Einblick gewährt wurde, dann zeigt euch würdig und nehmt diese Geste des Vertrauens nicht als Freifahrtschein direkt loszulegen. So ist es nicht gemeint.


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„Belle de Jour – Schöne des Tages“

In dieser kleinen Rubrik geht es mir ja um Spielfilme in denen BDSM eine Rolle spielt. Dabei ist es egal wie eindeutig diese Rolle ist oder wie deutlich BDSM gezeigt wird. Es geht mir darum, Filme vorzustellen und den Umgang mit BDSM darin zu erklären und zu sagen, wie ich ihn empfinde.

Auf einen Filmklassiker aus dem Jahr 1967 zu stoßen hatte ich dabei nicht erwartet und war dementsprechend überrascht. Aber eines nach dem anderen. Erst einmal eine kleine Zusammenfassung.

Der Film beginnt mit einer Szene in der wir Séverine und Pierre in einer Kutsche durch einen Park fahren sehen. Plötzlich lässt Pierre die Kutsche anhalten, befiehlt den beiden Kutschern erst Séverine zu packen, dann sie auszupeitschen. Unmittelbar bevor die Szene abbricht sagt er zu den beiden „Nun könnt ihr euch bedienen…“. Denn alles war offenbar nur ein Tagtraum der offenbar gelangweilten Ehefrau.

Immer wieder hat Séverine diese Träume. Sex mit ihrem Mann scheint sie jedoch keinen zu haben. Immer wieder weist sie ihn ab, wenn er einen Annäherungsversuch unternimmt. Entschuldigend vertröstet sie ihn und er hat viel Verständnis für sie. Der fehlende Sex scheint die Gefühle zwischen den beiden nicht zu belasten

Irgendwann erfährt Séverine über eine Freundin, dass eine gemeinsame Bekannte angeblich in einem privaten Wohnungsbordell arbeitet. Über einen anderen Freund erfährt sie auch die Adresse und stellt sich dort tatsächlich vor. So beginnt sie ihre Fantasien auszuleben und wird zur „Belle de Jour„, zur „Schönen des Tages“ (so nennt man in Frankreich übrigens auch heute offenbar noch Sexarbeiterinnen, die nur tagsüber arbeiten). Jour, also Tag deswegen, weil sie Abends immer wieder rechtzeitig zuhause ist und ihr Mann somit nichts von ihrem Doppelleben erfährt.

Auf einigen Ebenen brachte mich der Film zum nachdenken und auf einigen Ebenen fand ich ihn frustrierend. Das macht mir die Bewertung sehr schwer.

Trotz der sehr sexuellen Thematik des Films zeigt der Regisseur dennoch nur in einer Szene einen nackten Arsch. Den Rest überlässt er der Fantasie. Dennoch wurde er ursprünglich in Deutschland erst ab 18 freigegeben. Das finde ich schon spannend wenn man bedenkt, wie heute schon tagsüber Werbung für Sexspielzeug im Fernsehen läuft und jeder im Internet Hardcore Pornos finden kann. Das zeigt wie die Zeiten sich geändert haben. Heute wird der Film nur noch mit FSK 16 eingestuft. Immerhin.

Interessant ist auch der Fakt, dass ein Film mit dieser Thematik damals offenbar kein Skandal war. Der Film hat bei den Filmfestspielen von Venedig den Preis als Bester Film gewonnen. Aufrufe zu Boykotten oder Verboten konnte ich ebenfalls nichts finden.

Aufregender wird es und damit kommen wir zum Thema BDSM, wie hier diverse Fantasien angedeutet werden, von denen wir ja gerne denken, es gäbe sie erst seit unseren Lebzeiten oder sie wurden gar von uns erfunden. Nein. Fantasien um Erniedrigung, Benutzung, Schläge und abgefahrene Rollenspiele mit Särgen (ja, tatsächlich) gibt es schon viel viel länger. Damals war das alles nur noch nicht so offen für jedermann sichtbar wie heute.

Für mich persönlich war der Film dennoch sehr schwierig. Die Erzählweise ist sehr langsam und der Film verzichtet auf so gut wie jeden Konflikt zwischen den Figuren. Vor allem aber stellt er einfach nicht die Fragen, die ich spannend gefunden hätte. Da bin ich aber wohl auch einfach nicht die passende Zielgruppe oder es sind schlicht Themen oder Fragen, die man damals nicht offen behandelte.

Aus meiner modernen Sicht und durch meine BDSM-Blogger-Brille gesehen zeigen sich hier einige eindeutige Muster. Séverine hat ein paar sehr spannende Kinks. Sie Pierre gegenüber anzusprechen oder gar mit ihm auszuleben scheint ihr aber nicht möglich. Mit ihm hat sie einfach gar keinen Sex, denn der befriedigt sie offenbar gar nicht. Oder sie hatte mit ihm noch nie welchen. So genau wird das nicht gezeigt.

Was BDSM ist scheint Séverine aber auch nicht zu wissen oder sie hat nicht die Möglichkeit sich genau das zu holen. Denn ihre Tätigkeit als Gelegenheitsprostituierte scheint recht eindeutig nur ein Hilfsmittel zu sein. Ihre Fantasien sind da wesentlich eindeutiger und diese werden ihr in ihrem Job nur in Ansätzen erfüllt.

Auf all das geht der Film aber nicht ein und das hat mich wie gesagt frustriert. Da bekomme ich Lust mit Séverine das eine oder andere Gespräch zu führen.

Auch die Auflösung fand ich wiederum frustrierend. Aber das hängt dann eben auch mit dem oben erwähnten Frust zusammen, dass hier für meinen ganz persönlichen Geschmack die falschen Fragen gestellt oder die richtigen nicht gestellt werden. Übrigens habe ich in einer Artikel zum Film gelesen, dass auch der Regisseur nicht wusste, was das mysteriöse Ende zu bedeuten hat.

Dennoch kann ich den Film durchaus empfehlen. Wer dafür eine Ader hat, der kann sich sein Kopfkino hier anregen lassen und wie gesagt, was es auch Ende der 60er-Jahre schon an Kinks gab, ist auch ganz spannend zu sehen.

Im Verhör, Teil 8

Fortsetzung von Teil 7

Es dauerte nicht lange und Angie hatte den Spiegel und den Wärter fast vergessen. Zu geil war das beständige hinstoßen und herausgleiten des Dildos. Sie empfand die Gleichmäßigkeit der Bewegung als lustvoll und fordern und sie sorgte dafür, dass sie schnell in eine Art erotischer Trance verfiel. Die Maschine fickte und fickte sie und nahm dabei keine Rücksicht. Angie konnte sich keinen Millimeter bewegen, war weit gespreizt, feucht und auch innerlich vollkommen erregt. Sie war so offen, wie sie nur sein konnte und so rollte die Lust und Geilheit wie in einer großen Welle über sie und verschluckte sie.

Sie spürte noch wie der erste Orgasmus sich anbahnte. Sie fühlte, wie er sich aufbaute, immer näher kam, drohte sie zu überwältigen und dann den Moment, an dem er nicht mehr abzuwenden war. Aber sie wollte ihn auch gar nicht abwenden. Sie wollte ihn spüren und genießen. So ließ sie es einfach zu und kam mit einem lauten Schrei. Danach wusste sie nicht mehr viel. Die Fickmaschine machte weiter und Angie kam wieder und wieder. Oder war es nur ein großer Orgasmus in dem sich die Erregung der letzten Stunden und Tage löste? Es war nicht zu sagen. Die Welle riss sie mit und alles war Lust und Geilheit. Alles andere war egal. Schrie sie noch? Stöhnte sie? Weinte sie?

Aber irgendwann tauchte sie aus der Welle auf. Die Welle ebbte ab und sie kam wieder zu sich oder kam wieder zu Bewusstsein. Aber die Fickmaschine fickte weiter. Sie konnte nicht sagen wie lange die Ekstase angehalten hatte. Sie sah auch niemanden mehr im Raum. Es herrschte Stille und nur das rhythmische Stoßen der Kolben war zu hören. Die Fickmaschine fickte weiter. Hatte Angie sich beim Aufbau noch gefragt was genau sie zum Reden bringen sollte oder was an der Situation unangenehm sein sollte, von den Zuschauern vielleicht abgesehen, langsam bekam wie eine Ahnung. Denn die Fickmaschine fickte weiter.

Bei einem Liebhaber hätte sie ihm schon lange gesagt, er sollte aufhören. Aber ein Liebhaber hätte auch nicht diese Ausdauer gehabt. Bei einem Dildo oder ihrem Womanizer hätte sie das Gerät schon lange weggenommen. Aber diese Wahl hatte sie hier nicht. Sie war weiter gespreizt und offen. Der Dildo glitt weiter mit dieser Gleichmäßigkeit monoton in sie hinein. Was sie zuerst als lustvoll und fordernd empfunden hatte, fühlte sich inzwischen nur noch unbarmherzig an.

Unwillkürlich versuchte Angie ihren Unterkörper dem Zugriff des mechanischen Lustspenders zu entziehen. Aber sie war vollkommen fixiert. Was sich eben noch sehr geil angefühlt hatte, war nun ein Problem.

Auch hinter der Scheibe schien man die Veränderung zu bemerken, denn plötzlich hörte sie die bekannte Stimme die sagte „Schau an, 3502 scheint nur bemerkt zu haben was Sache ist.“.

Angie ärgerte und schämte sich gleichermaßen. Sie fühlte sich einerseits dumm und etwas naiv, weil sie sich so ihrer Lust hingegeben hatte und dabei nicht einmal bedacht hatte, dass man ihr hier vermutlich nichts Gutes wollen würde. Außerdem setzte die Scham ein, denn sie fragte sich, wie viele Leute ihr gerade zwischen die Beine schauten und zuvor ihre Ekstase miterlebt hatten. Zu guter Letzt wurde der Dildo immer mehr zum Problem. Sie war zwar schon noch ein wenig geil und lustvoll. Aber eindeutig überwog nun das Unangenehme. Ihre natürliche Feuchtigkeit ließ rapide nach und sie spürte, wie echter Schmerz nicht mehr weit entfernt war.

Der Dildo stieß weiter mechanisch in sie hinein und sie versuchte vermerht sich zu winden, hatte jedoch keinerlei Erfolg. Immer stärker wurde die Reibung und das Gefühl immer unangenehmer.

Da hört sie, wie sich eine Tür öffnete und der Wärter Y trat grinsend in ihr Blickfeld. Schon an seinem Blick konnte sie sehen, dass er nicht hier war, um sie zu erlösen. Er sagte kein Wort zu ihr, trat an den Kasten und nahm eine Einstellung vor, die Angie nicht sehen konnte. Aber sie spürte sofort, dass sich der Rhythmus der Stöße noch erhöhte. Sie stöhnte unter Schmerzen auf.

Gefühlt blieb der Wärter fünf Minuten vor ihr stehen und sah ihr zu, wie sie immer mehr Schmerzen litt. Aber vermutlich waren es nur Sekunden. Angie konnte es nicht mehr sagen.

Da ertönte wieder die Stimme über den Lautsprecher „Dann starten wir mal Stufe 2.“. Als habe er nur auf die Anweisung gewartet, bewegte sich Wärter Y zu einem der Schränke und holte etwas heraus. Schon war er wieder zwischen ihren Beinen an der Höllenmaschine und Angie hörte ein feuchtes Schmatzen. Sofort glitt der Dildo wieder viel müheloser und schmerzfreier in sie hinein. War das ein Gleitgel gewesen? Der Reibungsschmerz ließ etwas nach und Angie entspannte sich ein wenig.

Aber ihr Kopf, genauso wie das Grinsen von Wärter Y mit dem er vor ihr stand sagten ihr, dass dies keinesfalls die Erleichterung sein würde, als die sie das Gel gerade empfand und es dauerte auch keine Minute, da begann das Brennen. Zuerst leicht und nur außen. Dann mit jedem Stoß begann ihre Pussy immer tiefer zu brennen. Sie brannte wie Feuer. Was hatten diese Kerle auf den Dildo geschmiert???

Angies Pussy brannte und sie fing an zu schreien. Sie schrie und konnte nicht mehr aufhören. Dann kamen die Tränen.

Ende Teil 8. Hier geht es zu Teil 9.


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Edgeplay hat nichts mit Handyempfang zu tun

Wer die Redewendung „mit dem Feuer spielen“ googelt findet rasch die Definition „vorsätzlich mit der Gefahr spielen, sich absichtlich einem Risiko aussetzen“. Das trifft es sehr genau. Edgeplay ist ein Überbegriff für Spielarten, bei denen vorsätzlich mit der Gefahr gespielt und sich einem Risiko ausgesetzt wird.

Es geht um BDSM-Praktiken und -Spielarten, bei denen bewusst das Risiko eingegangen wird, dass auch mal etwas schief geht, dass es Verletzungen oder längerfristige ungewollte Folgen geben kann. Wichtig dabei ist, man geht das Risiko dennoch ein. Es ist nicht das Ziel der Spielarten, dass es zu Verletzungen kommt. Es kann aber eben passieren und dessen müssen sich alle Beteiligten bewusst sein.

Aber ist, wer sich absichtlich einem Risiko aussetzt noch im Bereich SSC (Safe, Sane und Consensual) unterwegs? Nein. Daher fallen Praktiken, die unter Edgeplay laufen auch unter RACK (Risk-aware consensual kink). Wenn ihr mehr über diese Abkürzungen erfahren wollte, dann solltet ihr den verlinkten Artikel lesen, denn hier soll es heute um etwas anderes gehen.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht „Äh, welcher vernünftige Mensch will denn bitte so was?“. Naja, die einen binden sich ein Gummiseil um den Körper und lassen sich von Brücken oder Felsklippen fallen, die anderen springen aus 3000 Metern Höhe aus Flugzeugen und wieder andere essen einen Fisch der sie, falsch zubereitet, töten könnte. Jeder hat eben so seinen Adrenalinkick und bei diesen Beispielen geht es noch nicht einmal um Sex. Dass bei diesem Thema mit rationalen Erklärungen oft wenig zu gewinnen ist, sollte sich als Erkenntnis mittlerweile durchgesetzt haben. Hoffe ich.

Es ist also einfach der Kick oder der Kink oder beides. In der englischen Sprache gibt es dafür den wunderbare Ausdruck „whatever floats your boat“. Eine entsprechende deutsche Redewendung die mir gefiele kenne ich nicht. Aber am ehesten passt vielleicht das altmodische „Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“.

Jetzt höre ich euch aber fragen „Welche Praktiken und Spielarten sind denn nun Edgeplay“? Ihr wollte Beispiele. Also gut.

Rapeplay, also wenn die Beteiligten so tun, als würde Sex gegen den Willen einer beteiligten Person stattfinden. Wie alle Spielarten die unter den Begriff Consensual Non-Consent (CNC) oder Metakonsens fallen, geht es auch hier in Grenzbereiche des BDSM. Sowohl psychisch als auch physisch muss hier genauestens aufgepasst werden.

Atemkontrolle oder Breathplay, also wenn die Atmung erschwert und kurzzeitig ganz unterbunden wird, ist ebenso ein Beispiel wie Wachsspiele oder auch Angstspiele und Erniedrigung.

Bei Atemkontrolle kann es psychisch ebenso zu unkalkulierbaren Folgen kommen wie bei Angstspielen oder Erniedrigung. Hier müssen sich die Beteiligten der Gefahr immer bewusst sein. Ebenso nicht zu unterschätzen sind natürlich mögliche körperliche Folgen bei Atemkontrolle. Ebenso kann es bei Wachsspielen zu bösen Verbrennungen kommen.

Ganz bewusst beschreibe ich jetzt hier nicht im Detail wie diese Praktiken ablaufen, was zu beachten ist und was passieren kann. Möglicherweise gibt es dazu später mal einzelne Artikel. Die Aufzählung soll nur dazu dienen, dass wir alle Beispiele vor Augen haben worum es mir geht. Aber sie sollen auch zeigen, dass Edgeplay nicht immer im absoluten Extrembereich angesiedelt ist.

Wachsspiele sind etwas, das unter Anfängern sehr beliebt ist. Dennoch drohen hier Gefahren. Ebenso ist es mit Erniedrigung. Beide Spielarten zeigen auch, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, wie eine Spielart ungewollte Folgen haben kann. Wie oben erwähnt eben psychische, physische Folgen oder sogar beides. Gerade die Gefahr psychischer Folgen wird leider zu oft unterschätzt oder übersehen.

Sind denn aber nun solche Praktiken und Spielarten „ok“?

Ich denke alleine durch die im letzten Absatz genannten Beispiele wird klar: natürlich sind sie erst einmal ok. Wer Edgeplay praktizieren möchte, sollte sich nur eben bewusst sein, dass es auch Gefahren gibt und das schon bei Dingen, die allgemein als eher harmlos wahrgenommen werden.

Seid euch bewusst was ihr vorhabt und tun wollt. Redet vorher darüber welche Fantasien und Kinks ihr habt. Da gibt es auch keinen Grund sich für Praktiken zu schämen die in Richtung Edgeplay gehen. Gerade die latente Gefahr kann ja ein ganz großer Kick sein. Aber spart bei diesen Gesprächen keinesfalls aus, dass diese Praktiken nicht ganz ungefährlich sind.

Denkt dabei an möglich Gefahren für den Körper UND für den Geist. Geht sicher, dass alle Beteiligten sich der möglichen Gefahren bewusst sind und trefft Sicherheitsmaßnahmen wo es möglich ist. Bei einem Tunnelspiel beispielsweise ist es immer wichtig etwas zur Hand zu haben, um die Wirkung einer Salbe oder einer Chili irgendwie abzumildern.

Zu wissen, welche Notfallnummer Hilfe herbeirufen, wenn wirklich mal etwas schief geht, ist ebenso wichtig.

Was die psychischen Folgen angeht, achtet genau auf die Reaktionen eurer Mitspieler und führt im Nachgang noch einmal Gespräche über das Geschehene. Gerade bei solchen Spielarten ist die Gefahr eines Subdrop nicht zu verachten. Aber auch Dom kann und darf Redebedarf haben.

Alles in allem gilt, seid euch dessen bewusst was ihr tut. Geht die Sache mit Vorsicht und Vernunft an. Redet vorher darüber, damit alle Beteiligten sich klar sind was passieren könnte. Und ganz wichtig, bei allen Sicherheitsmaßnahmen bleibt dennoch immer ein Restrisiko. Auch dessen müssen sich alle Beteiligten bewusst sein.

Ich weiß, das klingt jetzt alles als wäre vor jeder BDSM-Session ein zweiwöchiges Sicherheitstraining nötig. Ist es nicht. Aber sich dessen bewusst zu sein was man tut und dass es Risiken beinhaltet ist unerlässlich. Und je klarer ihr euch dessen seid, je deutlicher ihr kommuniziert habt ehe ihr ein neues Spiel ausprobiert, desto weiter könnt ihr gemeinsam gehen.

Edgeplay muss also niemandem Angst machen. Es ist eine ganz legitime Spielart innerhalb von BDSM. Aber jeder und jede sollte sich diesen Spielarten mit Respekt nähern, sie sollten wissen was sie tun und alle Beteiligten sollten sich klar sein, was passiert. Aber eigentlich gilt das ja für alle BDSM-Varianten.


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Augenöffner Insex

Kürzlich wurde ich gefragt, ob es etwas gibt, dass mein BDSM und meine Verständnis davon beeinflusst hat. Eine sehr gute Frage wie ich fand und eine, die ich mir gelegentlich früher auch schon gestellt habe. Sicher war es, als ich das Buch „Die Geschichte der O“ in die Hände bekam. Damals Anfang der 90er etwa war das für mich ein Augenöffner.

Aber neulich sah ich einen alten Porno und mir fiel ein, wie wegweisend damals eine bestimmte Seite für mich war. Eine Seite, die meine Sicht auf BDSM und mein Wissen darüber ganz sicher beeinflusst hat. Irgendwann um 1998 herum schätze ich. Das Internet war aufgekommen, ich war schon sehr früh dabei und stieß, hungrig nach BDSM und ein paar anregenden Ideen auf Insex.com.

Diese Seite hat mir tatsächlich für vieles die Augen geöffnet und mir Dinge gezeigt, die ich bis dahin noch nie gesehen hatte. Vielleicht sogar Dinge, die ich seitdem nie wieder gesehen habe.

Insex.com existiert heute nicht mehr. Gegründet wurde sie 1997 in New York von Brent Scott (bekannt als pd), einem ehemaligen Professor der Carnegie Mellon University. Die Seite zeigte sowohl Livestreams als auch Videos die sich ausschließlich um BDSM drehten.

Was man sah, waren echte BDSM-Szenen in denen die Frauen so gut wie immer in der passiven Rolle waren. Und es gab alle denkbaren Spielarten zu sehen: Seil- und Metall-Bondage, Schläge mit verschiedenen Utensilien, Spiele mit Nadeln, Untersuchungen, Breathplay, Knebelungen, Erniedrigung, Verhöre, Petplay, Fucking Machines, Einläufe, Natursektspiele, Wasserfolter und Kreuzigungen. Nicht zu vergessen der Magic Wand, den ich dort zum ersten Mal sah. Und diese Liste ist sehr wahrscheinlich nicht vollständig.

Was sie aber besonders machte war nicht, dass es dort BDSM zu sehen gab. Auch damals schon herrschte an Porno im Internet kein Mangel. Was neu war und die Seite so populär machte: was man sah war echt. Zumindest wirkte es auf mich so und auch rückblickend wirft der Seite niemand vor, die Action sei irgendwie gefaked. Im Gegenteil.

Man sah, besonders in den Livestreams, dass das was passierte real war. Die Models oder Darstellerinnen trugen Spuren davon, die man live entstehen sah. Man sah auch oft in den folgenden Aufnahmen noch Spuren der letzten „Show“.

Übrigens konnten während dieser Livestreams die Mitglieder der Seite per Chat Vorschläge machen, was mit den Models als nächstes gemacht werden sollte. Darauf reagierten wiederum die Macher und eben auch die Darstellerinnen. Das machte alles noch realer und hob es ab vom gestellten Porno.

Das ganze hatte also nichts zu tun, mit den gestellten Videos, die man sonst damals sehen konnte, in denen ein paar Pornodarsteller BDSM simulierten. Die Darsteller hier, durchliefen das alles wirklich. Und oftmals waren es keine professionellen Pornodarstellerinnen, da diese die Spuren scheuten. Denn die hätten beim nächsten Dreh gestört.

So waren die Darstellerinnen entweder Frauen aus der Szene, die noch nie vor der Kamera standen und sich extra bei Insex beworben hatten, oder spezielle Darstellerinnen, die selber den Lebensstil lebten. Manche bewarben sich auch aus Abenteuerlust um dass, was sie in den Videos sahen einfach mal zu erleben.

Besonders wichtig waren auch immer die Interviews. Heute kennen wir sie, aber ich habe sie meiner Erinnerung nach dort zum ersten Mal gesehen. Vor und nach den Aufnahmen saßen die Frauen vor der Kamera und wurden aus dem Off befragt. Sie wurden nach Vorlieben, Limits und Erfahrungen befragt und beispielweise über Safewords aufgeklärt.

Die einen mag das gestört haben. Aber für mich war es damals toll zu sehen, wie diese Frauen vor der „Action“ befragt und hinterher meist mit glänzenden Augen und einem seligen Lächeln da saßen, völlig zerzaust, aber zufrieden.

Es gibt heute viele Nachfolger und die Macher und Darstellerinnen der Seite sind zum Teil auch noch aktiv. Heute bekannte Seiten wie kink.com mit ihren Rubriken wie „Sex and Submission“, „Public Disgrace“ oder „The Training of O“ wurden zwar ähnlich früh gegründet, haben sich aber doch so einiges bei den Pionieren abgeschaut.

Das ist für mich aber alles nicht so wichtig. Ich bin kein Historiker in Sachen Internet-Pornographie und schon gar kein Moralwächter.

Aber für mich ganz persönlich war Insex ein Augenöffner.

Einmal, weil ich ziemlich realen BDSM in einer Vielfalt zu sehen bekam wie nie zuvor. Dann, weil trotz aller Härte der Darstellungen für mich völlig klar wurde, dass hier Menschen agierten, die genossen was sie taten. Und drittens wurde mein Kopfkino befeuert mit Themen, die mich heute noch umtreiben.

Beispielsweise kauften die Betreiber der Seite irgendwann ein Areal, dass in der Folge „die Farm“ genannt wurde. Hier waren dann Szenen im Freien möglich oder in einer Scheune, die heute noch mein Kopfkino beschäftigen.

Wenn ich heute die im Internet noch verfügbaren Filme anschaue, dann haben sie längst nicht mehr diese Wirkung auf mich. Es war eben der Moment in meiner Entwicklung, der genau zu dieser Seite passte. Und so hat sie mich eben damals stark beeinflusst.

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass das Ende der Seite nicht ganz freiwillig war. Der christliche Fundamentalist John Ashcroft war unter Bush Justizminister und empörte sich moralisch über die Praktiken die bei Insex gezeigt wurden. Er beauftragte das FBI zu ermitteln, diese wandten sich für Informationen an die Banken die mit Insex zusammen arbeiteten, die aus Angst vor Problemen die Zusammenarbeit aufkündigten.

Insex gab bald auf und machte dicht. pd betreibt heute Seiten wie hardtied.com und infernalrestraints.com, die aber (mutmaßlich aus Sorge vor der Politik) wesentlich sanfter sind als alles, was es bei Insex gab. Beispielsweise gibt es auf diesen Seiten und bei kink.com heute keine NS-Spiele mehr. Aus Sorgen, die Hüter der Moral in den USA wieder gegen sich aufzubringen.

Heute ist BDSM im Netz nicht mehr so frei wie damals. Zumindest nicht der kommerzielle Teil. Aber insex.com hat seine Spuren hinterlassen.


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Im Verhör, Teil 6

Fortsetzung von Teil 5

Sie spürte ihre Arme schon lange nicht mehr. Auch das Zeitgefühl hatte sie völlig verloren. Das Licht war mehrfach an und aus gegangen. Irgendwann war sie eingedöst. Einmal hatte sie das Gefühl gehabt, dass noch einmal jemand in ihre Zelle gekommen war und sie gefickt hatte. Aber es konnte auch ein Traum gewesen sein. Sie wusste es nicht.

Irgendwann öffnet sich die Tür und eine weibliche Stimme sagte „So, da haben wir also 3502. Schön, schön. Da wollen wir dich mal losmachen. Du hast ja heute einen großen Tag vor dir.“. Angie spürte eine leise Panik in sich aufsteigen, spürte aber auch sofort Dankbarkeit, als ihre Arme anfingen zu sinken, weil die Wärterin den Haken von der Decke gelassen hatte.

Jetzt wo die Arme sanken und das Blut in sie zurückkehrte, tat es höllisch weh. Kurz war Angie sogar das erste Mal versucht eine der ihr vorab übermittelten Informationen preiszugeben, die quasi als ihre Safewörter dienten. Sie tat es aber nicht.

Die Wärterin löste ihre Handeisen von der Vorrichtung die schon wieder auf dem Weg nach oben unter die Decke war. Angie sank erschöpft zu Boden und fing an zu weinen. Vor Schmerz, vor Erleichterung, dass sie nicht mehr an der Deck hing. Sie wusste es eigentlich gar nicht. Aber sie weinte.

Die Wärterin lies das allerdings völlig unberührt. „Bleib gleich auf dem Boden. Du bekommst dein Frühstück.“ sagte sie und verließ kurz die Zelle. Nur um sofort wieder mit zwei Schüsseln zurückzukehren. Beide stellte sie auf den Boden.

„Das ist dein Frühstück. Du benutzt nicht deine Hände. Wenn ich JETZT sage, dann hast Du drei Minuten Zeit zu frühstücken. Verstanden?“

„Ja.“ brachte Angie schluchzend hervor und fragte sich, wie sie ihre Hände denn hätte benutzen sollen, da diese ja immer noch hinter ihrem Rücken gefesselt waren.

„Und hör auf zu heulen. Du hast genau gewusst worauf Du dich eingelassen hast, als du dieser Terrorzelle beigetreten bist. Jetzt zu heulen ist erbärmlich. Ich hasse solche Heulsusen wie dich. Das hättest Du dir früher überlegen sollen. Dafür bekommst Du gleich noch ein Extra.“

Sagte es, und zu Angies Entsetzen öffnete sie ihre Hose, zog diese und die Unterhose herunter, hockte sich über die Schüssel in der eine Art Porridge war und pinkelte einen Strahl in die Schüssel. Es ging so schnell und gezielt, dass Angie es fast schon bewundern musste.

„So, das ist ein kleiner Bonus für Heulsuse.“ stieß die Wärterin hervor und grinste, dass es nur diabolisch genannt werden konnte. Sie steckte zwei ihrer Finger in das Porridge, verrührte ihren Urin mit dem Brei und sagte „JETZT.“

Angie zögerte. Aber sie hatte seit ihrer Abreise zu Hause nichts gegessen. Sie überwand sich und steckte ihr Gesicht in die Schüssel. Schon ertönte die Stimme der Wärterin „Zweieinhalb Minuten.“. Angie begann zu essen. Oder besser zu fressen, zu schlabbern und zu schlingen. Sie trank dazwischen aus der zweiten Schüssel, in der stilles Wasser war.

Als das Kommando „Stop“ kam, hatte sie sich komplett eingesaut. Ihr Gesicht war voll, ihre Haare, alles. Aber sie hatte auch keinen Hunger mehr. Das war die Hauptsache.

Die Wärterin verließ mit den Schüsseln die Zelle und schloss ab. Wenig später kehrte sie aber zurück, nahm wortlos die die Kette hinter ihrem Rücken und zog sie daran hoch „Mitkommen.“.

Sie wurde nackt durch Gänge geführt, vorbei an Wärtern und sie wusste, dass dieser eine es gewesen war, der sie gefickt hatte. Scham spürte sie schon lange nicht mehr. Etwas machte ihr das Angst. Aber wenn sie in dem Moment gewusst hätte, was sie noch erwarten sollte, dann hätte sie sich zumindest diese Angst sparen können.

Endlich kamen sie in ein Badezimmer und als Angie vor dem Spiegel stand erschrak sie. Da stand sie also. Verdreckt, zerzaust, fremdes Sperma klebte noch immer zwischen ihren Beinen. Im Alttag war sie Assistentin des Geschäftsführers eines mittelständischen Unternehmens. Sie war jeden Tag geschminkt und gestyled. Jetzt erkannte sie sich kaum wieder. Kein Mensch der sie kannte, ahnte, dass das in ihr steckte. Sie selber war überrascht, dass sie so weit gehen konnte. Und dennoch tat sie es.

„Du hast 5 Minuten dich frisch zu machen, damit Du nicht mehr ganz so abstoßend bist.“ grinste die Wärterin und nahm ihr die Handeisen ab ehe sie die Tür schloss.

Natürlich hatte das Bad keine Fenster, nur eine Toilette und eine Dusche. Aus der Erfahrung des Zeitlimits beim Frühstück hatte sie gelernt und sprang sofort unter die Dusche. Es war ihr zwar peinlich, denn sonst tat sie das nie, aber aus Zeitersparnis lies sie sogar den Urin einfach unter der Dusche laufen.

Es gab weder Duschgel, Seife oder Shampoo. Sie hatte nur das Wasser um den schlimmsten Schmutz zu entfernen. Sie spülte ihre Haare, entfernte das Porridge so gut es ging, wusch sich so gründlich wie möglich zwischen den Beinen.

Sie stand noch unter der Dusche und das Wasser lief, als die Wärterin wieder herein kam. „Die Zeit ist um.“ höhnte sie und zog Angie an den Haaren aus der Dusche. Ohne sich abtrocknen zu können, legte ihr die Frau die Handeisen wieder an und tropfend verließen sie das Bad.

Allerdings ging es nicht in die Richtung, aus der sie eben gekommen waren. Das fiel Angie sofort auf. „Es geht jetzt zu einem ersten Verhör.“ grinste die Wärterin und Angie lief es heiß und kalt den Rücken herunter.

Ende Teil 6. Hier geht es zu Teil 7.


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Im Verhör, Teil 5

Fortsetzung von Teil 4

„Wir können das hier auf die leichte oder die schwere Art machen. Egal welche, Du wirst reden. Es kommt nur darauf an, wie sehr wir dich bis dahin überzeugen müssen“

Mit den letzten Worten klickte es wieder und wieder schrie Angie vor Schmerz auf, denn wieder hatte er der Schocker gegen ihre Pussy gedrückt und ausgelöst. So musste es sein.

„Also“ fuhr er fort „wenn Du uns die Namen deiner Komplizen gibst oder wann ihr zuschlagen wollt. Oder wenn Du uns sagst an welchen Orten ihr etwas plant, dann kann das alles schnell für dich vorbei sein.“

„Ich weiß aber nichts.“ stieß Angie hervor. Und sofort löste der Mann wieder den Schocker aus. Wieder schrie sie auf und fing an zu befürchten, dass sie die Kontrolle über ihre Blase verlieren könnte, wenn er so weiter machte.

„Ich wusste, dass Du das sagen würdest. Es war auch zu erwarten, dass Du etwas Zeit brauchen würdest um dir klar zu werden, dass es nur einen Weg gibt. Ich gebe dir diese Zeit und komme einfach später wieder.“

Das alles sagte er mit so sanfter Stimme und in einem beiläufigen Ton, der Angie mehr Angst machte, als wenn er geschrien hätte.

Diese Entwicklung hatte Angie nicht erwartet und sie entspannte sich etwas. Aber entgegen ihrer Erwartung wurde die Kette nicht gelockert, so dass sie wieder aufrecht stehen konnte. Im Gegenteil hörte sie die Tür auf und wieder zugehen. So blieb sie bewegungslos und mit hinter dem Rücken nach oben gerissenen Armen mitten im Raum hängen.

Sie wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war. Ihre Arme waren taub und die Gelenke schmerzten. Alles tat ihr weh und ihre Gedanken kreisten unaufhörlich. Plötzlich hörte sie, wie sich hinter ihr wieder die Tür öffnete.

Sie war sicher, dass das Verhör nun weiter gehen würde, konnte aber nicht sehen, wer den Raum betreten hatte und wartete angespannt.

„Endlich alleine.“ sagte eine Stimme und Angie erkannte, dass es Wärter Y war. Sie erstarrte. Sein Tonfall war überhaupt nicht sanft, sondern sie hörte seine Gier heraus.

Er trat von hinten an sie heran und sie spürte, wie seine Hände ihren Arsch befühlten und dann den Rücken entlang zu ihren Brüsten wanderten.

„Darauf freue ich mich schon den ganzen Tag Arhira.“ sagte er und fühlte mit seiner forschenden Hand ihre Pussy. „Und wie ich spüre, Du auch.“ ergänzte er und zog seine jetzt nassen Finger zurück.

Sofort hörte sie einen Reißverschluss und schon war er in sie eingedrungen. Er machte einen Grunzlaut und Angie stöhnte erschrocken auf. So ansatz- und mühelos war er tief in sie eingedrungen.

Normalerweise dauerte es eine ganze Weile bis sie so erregt war, dass sie kommen konnte. Aber in dieser angespannten Ausnahmesituation hatte sie das Gefühl direkt nach wenigen Stößen kommen zu können.

Wächter Y stieß hart und brutal zu. Ganz offensichtlich war es ihm völlig egal was sie spürte, wollte oder dachte. Er wollte seine Befriedigung und sonst nichts. Aber auch Angie konnte kaum mehr an sich halten.

Es war schnell vorbei. Kurz bevor Angie selber beinahe gekommen wäre hörte sie ein Grunzen und spürte, wie er kam. Ohne ein weiteres Wort zog er sich zurück, richtete seine Kleidung und verließ die Zelle.

Angie blieb in der selben Position zurück und spürte, wie es ihr feucht die Beine herunter lief. Vor allem aber drehte sich ihr Kopf. Was passierte hier? Sie war an einem Ort den sie nicht kannte. Sie war unter lauter Fremden, die über sie bestimmen konnten. Sie hatte sich bereits eingenässt, war erniedrigt und durchsucht worden. Sie war mit einem Elektroschocker oder was auch immer an ihrer Pussy geschockt worden. Sie hing wehrlos und nackt in einer Zelle. Und dennoch war sie eben beinahe gekommen, als ein völlig Fremder sie ansatzlos und nur für ein paar Minuten von hinten gefickt hatte. Oder war sie gerade deswegen beinahe gekommen?

Was passierte hier?

Ende Teil 5. Hier geht es zu Teil 6.


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Was stimmt mit mir nicht?

Dies wird ein etwas anderer Artikel. Sagt nicht, dass ich euch nicht gewarnt habe. Manche Dinge können scheinbar nicht oft genug und nicht klar genug gesagt werden. Daher hier mal komprimiert:

„Ich möchte nackt in einen Käfig gesperrt und dort gehalten werden. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte als kleines Mädchen behandelt werden um dass dich ein dominanter Mann kümmert. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte als Möbelstück dienen. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte von mir Fremden gefickt werden. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte geschlagen werden, bis ich überall blaue Flecken habe. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte so erniedrigt werden, dass es mir unangenehm ist es zuzugeben. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte Vergewaltigungsspiele erleben. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte als Hund/Katze behandelt und erzogen werden. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte angepinkelt oder angespuckt werden. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte geohrfeigt werden. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte in Ketten in einem dunklen Keller eingesperrt werden. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte, dass man mir im Alltag Regeln gibt und mir vorschreibt was ich darf und was nicht. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte sehr harten Sex, bei dem man keine Rücksicht auf mich nimmt. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte ein Entführungsszenario durchleben und dabei gerne unsanft im Kofferraum eines Autos landen. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte keusch gehalten werden und dabei zusehen müssen, wie mein Partner/meine Partnerin Sex mit anderen hat. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte, dass man mir Angst macht, weil es mich erregt. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte, dass man mir Nadeln in den Intimbereich steckt. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte ein ein Pferd oder Pony sein und gerne vor eine Kutsche gespannt werden. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte, dass mein Partner/meine Partnerin über meine Sexualität bestimmt. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte regungslos gefesselt hängen und vollkommen ausgeliefert sein. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

„Ich möchte spüren, wie sich eine Melkmaschine an meinen Brüsten festsaugt. Was stimmt mit mir nicht?“
Mit dir ist alles in Ordnung. Dieser Wunsch oder diese Fantasie ist in Ordnung.

Um es zum Abschluss noch einmal klar zu sagen: so lange ihr niemandem schadet, alle beteiligten freiwillig mitmachen und im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, ist alles erlaubt und alles ok. Es gibt keinen Grund für Scham oder Schuldgefühle. Macht euch nicht unnötig verrückt. Es. Ist. Ok.


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Aufgaben im BDSM

Es gibt vermutlich niemanden der oder die sich mit BDSM beschäftigt und in dem Zusammenhang noch nie von Aufgaben gehört hat. Wie Strafen, Regeln, Schläge oder Lederoutfits gehören auch Aufgaben zu den Klassikern und fast Klischees von BDSM. Was aber macht sie so beliebt und wie setzt man sie am besten ein?

Natürlich habe ich keine empirischen Daten und kann daher nur für mich sprechen. Aber Aufgaben haben aus meiner Sicht mehrere Effekte und, naja, Aufgaben in einer BDSM-Beziehung.

Der offensichtlichste Effekt ist sicher, dass sie einfach Spaß machen und den Reiz oder den Kick erhöhen. In einer D/s-Beziehung macht es beide Partnern eben ggf. an, dass der dominante Part dem devoten Part Aufgaben gibt, die dieser brav zu erledigen hat.

Sie halten aber auch die Spannung oben und das Bewusstsein wach, welches Gefälle in der Beziehung herrscht. Auch wenn man nicht zusammen ist, wird man erinnert und spürt, dass es da dieses Machtgefälle gibt und diesen Menschen, der darüber bestimmt, was Sub zu tun hat.

Weiterhin stärken sie die Bindung, denn man denkt automatisch aneinander, wenn man weiß, der eine Part hat die Aufgabe gegeben, der andere Part erfüllt diese gerade. Man ist beieinander und in Gedanken verbunden. Das sorgt für gemeinsame Erfahrungen und stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Natürlich können Aufgaben auch helfen Zeiten von Trennungen zu überbrücken. So kann man diese Phasen sogar nutzen und obwohl man räumlich getrennt ist, wie erwähnt, die Bindung stärken.

Aufgaben sind also neben dem Kick den sie bringen auch nützlich und helfen der BDSM oder D/s-Beziehung. Aber natürlich nur, wenn beide das wollen. Es muss hoffentlich nicht extra erwähnt werden, dass Aufgaben kein Muss sind. Wer einfach keine Lust auf diese Spielart hat, der lässt es einfach. Niemand macht im BDSM etwas falsch, wenn es in der Beziehung eben keine Aufgaben gibt. Macht das unter euch aus. Wenn beide es wollen: GO! Wenn es beide nicht wollen, dann nicht. Wenn es nur ein Part will: dann viel Spaß beim finden eines Kompromisses.

Natürlich gibt es aber auch einiges zu beachten. Auch mit Aufgaben kann man Fehler machen, die dann schnell zur Belastung werden. Beispielsweise ist es wichtig die richtige Balance zu halten. Es mag reizvoll sein möglichst viele Aufgaben zu geben. Aber Sub hat ja mutmaßlich auch noch ein Berufs- und/oder Familienleben. Also achtet schlicht immer darauf, dass die D/s-Aufgaben nicht zu viel Zeit fressen.

Natürlich sollten Aufgaben auch lösbar sein. Wenn Sub Zeit in Aufgaben steckt, nur um dann am Ende immer wieder zu scheitern, dann ist das frustrierend und bewirkt womöglich das Gegenteil des gewünschten Effekts.

Und, ganz wichtig, Aufgaben müssen nachkontrolliert werden. Nichts ist frustrierender, als viel Mühe in etwas gesteckt zu haben, dass Dom am Ende nicht interessiert oder nur ein Schulterzucken entlockt. Auf der anderen Seite müssen Aufgaben aber natürlich auch gewissenhaft erledigt werden. Denn ebenso frustrierend ist es anders herum, wenn Dom sich lange etwas überlegt und Sub es dann schlampig oder gar nicht erledigt. Das dürfte allerdings aufgrund der Art der Konstellation ein eher selteneres Problem sein.

Kommen wir an dieser Stelle zu dem, worauf ihr sicher gewartet habt: zu ein paar Beispielen.

Ich will hier nicht so tun, als seien diese jetzt viel kreativer als alle anderen. Im Gegenteil, für Vorschläge und Idee bin ich offen. Aber die ganz offensichtlichen Dinge wie „muss die Küche sauber machen“, „muss ohne Unterwäsche raus“ oder „muss ihm einen blasen“ lasse ich mal weg. Auch die beliebten Fotoaufgaben finde ich als Beispiel zu naheliegend.

Manche Aufgaben können ganz praktisch sein, gerade wenn man nicht zusammen wohnt kann ein regelmäßiger Wochenplan zum Beispiel eine schöne und sinnvolle Aufgabe sein. Regelmäßig vorgelegt und dann auch möglichst einzuhalten kann er beiden mehr Bezug geben und mehr Planbarkeit, auch für Eingriffe von der dominanten Seite.

Eine fiese Aufgabe die in der Öffentlichkeit spielt kann sein, dass Sub in den Supermarkt geht und sich dort genau zwei Dinge besorgt: eine große Salatgurke oder eine große Aubergine und Gleitgel. Diese dann an der Kasse bezahlen und sehen wie die Blicke sich anfühlen.

Ebenso schön sind gezielte Kleidungsaufgaben. Also an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Gelegenheiten bestimmte, vorgeschriebene Kleidung zu tragen. Welche Kleidung das zu welchem erwünschten Zweck ist, bleibt der Fantasie überlassen.

Auch reizvoll kann bei entsprechender Vorliebe sein, wenn Sub im Internet die erregendsten BDSM-Geschichten oder auch Porno-Videos heraussuchen und Dom präsentieren muss. Das kann danach schön das gemeinsame Kopfkino anregen, Idee geben um Dinge auszuleben oder auch schlicht dazu führen, dass man sich etwas mehr mit Fantasien beschäftigt.

Wie so oft ist das Thema umfangreich und der Fantasie sind wenig Grenzen gesetzt. Aufgaben können genauso auf Stärken wie auch auf Schwächen abzielen. Beides kann reizvoll sein, je nach Vorliebe. Was euch gefällt und wie ihr es gemeinsam einsetzt, ist ganz euch überlassen. Aber seid ruhig kreativ und verlasst die ausgetretenen Pfade. Das macht es meist noch spannender.

Abschließend bin ich natürlich neugierig: was kennt ihr für spannende Aufgaben?

Meine goldenen BDSM-Grundsätze

Ich befasse mich schon lange mit BDSM. Praktisch und theoretisch. Dabei habe ich viel über mich und meine Vorlieben gelernt. Ich habe sie oft hinterfragt, neu sortiert und kommuniziert. Im Laufe der letzten Monate habe ich mir überlegt, ob ich daraus mal eine Aufstellung machen sollte. Eigentlich für mich. Aber am Ende natürlich auch für jeden anderen und jede andere, den es oder die es interessiert.

Am Ende geht es in diesem Artikel vielleicht auch um eine Art Essenz vieler anderer Artikel. Wer diese gelesen hat wird hier vermutlich wenig überraschendes finden. Vielleicht ist es aber gerade in dieser komprimierten Form doch noch einmal spannend.

Was sind also nun die Grundsätze? Fangen wir mal an.

  1. Kommunikation / Absprachen
    Ein Großteil von BDSM ist Kommunikation. Kommunikation bevor man anfängt, also in der Kennenlernphase. Man tastet sich heran und nähert sich einander. Findet heraus, welche Erwartungen und Wünsche das Gegenüber hat und ob man sich in der Hinsicht verstehen könnte.
    Aber auch wenn man BDSM miteinander auslebt, bleibt es immer viel Kommunikation. Verbale und Nonverbale. Denn wenn ich eine Sub schlage oder erniedrige, dann achte ich auf ihre Reaktion. Auch das ist Kommunikation. Kommunikation ist also der Schlüssel für alles. Wenn die nicht harmoniert, dann kann es auch nichts werden. Wenn jemand auf Kommunikation keine Lust hat, dann kann es auch nichts werden. Kommunikation ist zentral.
  2. Rahmen
    Ich habe über den Rahmen in dem wie BDSM leben bereits einen ganzen Artikel geschrieben. Daher halte ich es hier etwas knapper. Wenn man BDSM miteinander auslebt, dann gibt es keine festen Regeln, was dazu gehört und was nicht. Das vereinbart man ganz individuell. Ob BDSM nur beim Sex oder auch im Alltag stattfindet. Ob man ihn für sich oder mit anderen lebt. Welche Praktiken dazu gehören. Welche Worte verwendet werden dürfen und welche nicht. Wer etwas davon mitbekommen darf und wer nicht usw. Für all das gibt es Absprachen. Man vereinbart es und erstellt sich so einen Rahmen der Dinge, die ok sind. Diese Dinge liegen metaphorisch innerhalb des Rahmens. Die anderen Dinge, die nicht ok sind, die liegen außerhalb. Aber da kann es auch in beide Richtungen Bewegung geben. Dinge können hinzu kommen oder weg fallen. Je größer der Rahmen, je mehr er enthält, desto größer der Spielraum den ich habe. Desto größer sozusagen der Werkzeugkasten aus dem ich mich als Dom bedienen kann, weil ich weiß, es ist vereinbart, dass diese Dinge unter uns ok sind. Daher sind diese Übereinstimmungen gut und so wichtig.
  3. Ernsthaftigkeit
    Hier hadere ich selber mit dem Begriff. Eigentlich sagt er nur aus, dass BDSM für mich keine Sache ist, die alle paar Wochen oder Monate mal als Spielerei betrieben wird um die ansonsten etwas langweilig gewordene Beziehung oder nur den Sex aufzupeppen. BDSM ist für mich mehr. Zugegebenermaßen erschließt sich das mittlerweile für die meisten die ich kennenlerne aber auch schon alleine daraus, dass ich mir die Mühe mache einen Blog über das Thema zu schreiben.
  4. Spieltrieb
    Auch hier mangels eines besseren Begriffs eben dieser: Spieltrieb. Damit meine ich, dass es mir sehr wichtig ist den Spaß am Ausprobieren und an der Erforschung der eigenen Vorlieben nicht zu verlieren. Festgefahren in den eigenen Vorlieben und Gewohnheiten zu sein führt schnell zu Frust und auch dazu, dass man sich neuen Menschen und auch neuen Praktiken nicht öffnen kann. Das finde ich extrem schade und ist nicht, was ich mir unter meinem BDSM vorstelle. Ich probiere gerne neues aus, hinterfrage Dinge die „man eben so macht“ und möchte diesen Spieltrieb in meinem BDSM auch in meinem Gegenüber wieder finden.
  5. Offenheit und kein Leistungsdruck
    Ohne Offenheit geht es sowieso nicht. Das sollte jedem klar sein. Aber hier meine ich einen speziellen Punkt. Ich meine die Offenheit und Ehrlichkeit auch mal zu sagen: „Ich kann nicht“ oder „Ich will nicht“. Denn wer als Sub denkt alles aushalten zu müssen, wird unweigerlich fallen. Mutmaßlich in ein tiefes Loch. Dinge die gestern oder vorgestern möglich waren, müssen heute nicht auch möglich sein. Das kommt vor und ist normal. Dann muss man ganz ehrlich mit sich sein und überlegen in wie weit es einem gut tut, sie dennoch auszuhalten. Ich als Dom kann nicht Gedanken lesen. So sehr ich es versuche. Ich bin auf Signale oder eben auf klare Aussagen angewiesen. Nur so haben am Ende beide etwas davon.
  6. Fantasien offen äußern
    A propos Gedanken lesen: ich kann es wirklich nicht. Daher müssen Wünsche und Fantasien auch offen angesprochen werden. Wie soll ich sonst wissen, was im tiefsten Inneren der sexuellen Wünsche so schlummert? Mein Spieltrieb und meine Fantasien sind sehr ausgeprägt. Zur Erfüllung von Wünschen und Bedürfnissen gibt es nur einen sinnvollen Weg: sie ansprechen. Denn echte Gedankenleser sind einfach extrem selten.
  7. D/s mit Anleihen
    Ja, ich lebe D/s. In Varianten und mit diversen Anleihen aus anderen Bereichen. Aber am Ende ist D/s die Überschrift, die am besten zu dem passt, was ich mag. Das heißt auch, dass in meiner Neigung Machtgefälle, Erziehung, Regeln, Strafen und in meinem speziellen Fall Erniedrigung eine große Rolle spielen. Auch da spielt wieder das Thema von eben herein: Ernsthaftigkeit. Ich strafe nicht, weil ich gerade Lust dazu habe. Ich mache aus Lust das, wozu ich Lust habe. Wenn ich aber strafe, dann aus einem Grund und dann muss die Strafe auch wirksam sein. Ebenso verhält es sich mit Regeln. Die sind nicht zum Spaß da und um sie zu ignorieren, wenn man keine Lust auf sie hat. So verstehe ich D/s.
  8. Gemeinsame Entwicklung
    Mein Ideal ist die gemeinsame Entwicklung im vereinbarten BDSM-Rahmen. Sich gemeinsam an neue Themen heran trauen, sich kontinuierlich weiter entwickeln und miteinander wachsen. BDSM ist nicht statisch. Für mich sind ständige Wiederholungen ein und desselben Fetisch, tagein, tagaus nichts. Dazu bin ich viel zu neugierig auf das, was ich noch nicht kenne.

Nun sind es am Ende acht Grundsätze geworden. Ich hatte mal an „Zehn BDSM-Gebote“ gedacht. Aber Gebote klang mir sowieso zu sehr nach Vorgabe und Bestimmung. Hier geht es ja nicht darum jemandem zu sagen was ihm oder ihr an BDSM wichtig ist. Das ist ganz individuell und vielleicht auch so privat wie selten in diesem Blog. Aber vielleicht hilft es euch ja dennoch weiter und gibt ein paar Denkanstöße.

Nur nicht aus der Rolle fallen?

Im BDSM gibt es ja vermeintlich nur zwei Rollen. Oben und unten. Theoretisch mag das stimmen. Aber wie immer im Leben ist es natürlich komplizierter als. Zuerst einmal gibt es ja die verschiedenen Spielarten von BDSM aus denen sich auch diese Abkürzung ableitet. Also Bondage & DisciplineDominance & SubmissionSadism & Masochism. Innerhalb dieser gibt es dann wieder unterschiedliche Rollen und natürlich unterschiedliche Vorlieben.

Das klingt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht. Im Grunde ist es wie überall im Leben. Jeder hat seine Vorlieben und Stärken. Die einen kochen lieber, sind aber handwerklich mies. Andere haben den grünen Daumen, lassen aber Wasser anbrennen. Wieder andere lassen einen Computer abstürzen nur wenn sie den Raum betreten, können aber aus einem Wollknäuel und einer Nadel eine Abendgarderobe zaubern. Viele haben aber eben auch verschiedene Talente oder Vorlieben in sich vereint und da kommen wir zum Thema.

In früheren Artikeln bin ich ja bereits auf verschiedene Rollen eingegangen. Beispielsweise die Rolle Sub oder Daddydom bzw. Little. Daher hier ein paar andere Begriffe und Rollenbeschreibungen, die in meinem Blog bisher noch nicht in der Form besprochen wurden.

Da gäbe es zum Beispiel die Rolle Degradee oder Degrader. In dieser Spielart liebt es der eine Part zu erniedrigen, der andere Part wird durch Erniedrigung erregt. Perfekt ist es, wenn zwei zusammenfinden, die genau das so wollen. Daher sind auch die Begriffe so praktisch. Man kann damit klar kommunizieren was einen anmacht und worauf man steht.

Ein weiteres Beispiel wäre Brat oder das Gegenstück Brat-Tamer. Eine oder ein Brat liebt es aufsässig zu sein, frech, herausfordernd und irgendwie „ungehorsam“. Aber immer mit dem Ziel vom Partner dann eben gebändigt zu werden. Wer sich als Brat sieht möchte jedenfalls niedergerungen und dazu gebracht werden „brav“ zu sein. Der Reiz liegt hier oftmals darin die Überlegenheit des Partners körperlich zu spüren zu bekommen.

Wiederum ein anderes Thema wären Rope-Bottom und Rigger. Hier handelt es sich Begriffe aus dem Bondage, in dem im zugegebenermaßen Laie bin. Aber der Rigger fesselt hier grob gesagt und der Partner oder die Partnerin werden gefesselt.

Eine völlig andere Konstellation wären Cuckold/Cuckquean auf der einen und Hotwife und Bull. In dieser Spielart und in der heterosexuellen Variante würde es ein männlicher Cuckold genießen, dass seine dominante Partnerin (Hotwife) Sex mit einem anderen (oft als Bull bezeichneten) Mann hat. Hier geht es auch vornehmlich um Dominanz und Erniedrigung die für alle Beteiligten erregend sind.

So spannend diese Beispiele sein mögen fragt ihr euch aber vielleicht dennoch: Worauf will er hinaus? Gute Frage.

Im BDSM ist es wie im Leben. Wir sollten uns nicht auf eine Rolle festlegen lassen und in dieser verharren, wo wir doch gerne auch mal anders wären. Wer sich also als Brat sieht, der darf auch einfach mal brav und anlehnungsbedürftig sein. Anders herum darf eine sonst „brave“ Sub oder ein sonst „braver“ Sub auch mal rebellisch sein, ohne dass dadurch die ganze Konstellation der Beziehung in Frage zu stellen.

Wer auf Erniedrigung steht kann auch Tage haben, an denen Erniedrigung einfach alles nur noch schlimmer macht. Auch das ist völlig ok.

Vor allem aber darf, um bei den Beispielen oben zu bleiben, eine oder ein Degradee auch ein Rigger sein. Ein Dom oder eine Domme darf sich auch mal dominieren lassen, ein oder eine Sub dominieren. Ob den Partner oder jemand anderen ist dann wieder eine Sache der Absprachen.

Es gibt so viele Rollen im BDSM und es ist auch nicht falsch sich damit auszukennen. Es hilft um sich zu orientiere, um manchmal auf neue Ideen zu kommen und vor allem, um in etwa jemanden zu finden der etwas ähnliches will. Aber diese Rollen machen uns nicht aus. Lasst euch nicht auf etwas festlegen, dass nur einen Teil von euch und eurer Neigung ausmacht. Lasst euch vor allem nicht einengen. Seid wild, seid mutig und lasst eurem Spieltrieb freien Lauf.

Vor allem aber findet jemanden, der das zusammen mit euch als Chance versteht. Der euch nicht auf etwas festnagelt und zu etwas verpflichtet, dass nur einen Teil eurer Persönlichkeit ausmacht.

Niemand will 24 Stunden am Tag nur der oder die mit dem grünen Daumen sein. Genauso ist niemand 24 Stunden am Tag nur Rigger oder Degradee. Es gibt Phasen neben dem BDSM. Aber auch innerhalb des BDSM gibt es Phasen in denen man mal nicht der Definition der Rolle entspricht. Das ist dann kein Fehler, kein Versagen oder Problem. Es ist einfach menschlich. Oder im besten Fall wie gesagt eine Chance.