Im Verhör, Teil 6

Fortsetzung von Teil 5

Sie spürte ihre Arme schon lange nicht mehr. Auch das Zeitgefühl hatte sie völlig verloren. Das Licht war mehrfach an und aus gegangen. Irgendwann war sie eingedöst. Einmal hatte sie das Gefühl gehabt, dass noch einmal jemand in ihre Zelle gekommen war und sie gefickt hatte. Aber es konnte auch ein Traum gewesen sein. Sie wusste es nicht.

Irgendwann öffnet sich die Tür und eine weibliche Stimme sagte „So, da haben wir also 3502. Schön, schön. Da wollen wir dich mal losmachen. Du hast ja heute einen großen Tag vor dir.“. Angie spürte eine leise Panik in sich aufsteigen, spürte aber auch sofort Dankbarkeit, als ihre Arme anfingen zu sinken, weil die Wärterin den Haken von der Decke gelassen hatte.

Jetzt wo die Arme sanken und das Blut in sie zurückkehrte, tat es höllisch weh. Kurz war Angie sogar das erste Mal versucht eine der ihr vorab übermittelten Informationen preiszugeben, die quasi als ihre Safewörter dienten. Sie tat es aber nicht.

Die Wärterin löste ihre Handeisen von der Vorrichtung die schon wieder auf dem Weg nach oben unter die Decke war. Angie sank erschöpft zu Boden und fing an zu weinen. Vor Schmerz, vor Erleichterung, dass sie nicht mehr an der Deck hing. Sie wusste es eigentlich gar nicht. Aber sie weinte.

Die Wärterin lies das allerdings völlig unberührt. „Bleib gleich auf dem Boden. Du bekommst dein Frühstück.“ sagte sie und verließ kurz die Zelle. Nur um sofort wieder mit zwei Schüsseln zurückzukehren. Beide stellte sie auf den Boden.

„Das ist dein Frühstück. Du benutzt nicht deine Hände. Wenn ich JETZT sage, dann hast Du drei Minuten Zeit zu frühstücken. Verstanden?“

„Ja.“ brachte Angie schluchzend hervor und fragte sich, wie sie ihre Hände denn hätte benutzen sollen, da diese ja immer noch hinter ihrem Rücken gefesselt waren.

„Und hör auf zu heulen. Du hast genau gewusst worauf Du dich eingelassen hast, als du dieser Terrorzelle beigetreten bist. Jetzt zu heulen ist erbärmlich. Ich hasse solche Heulsusen wie dich. Das hättest Du dir früher überlegen sollen. Dafür bekommst Du gleich noch ein Extra.“

Sagte es, und zu Angies Entsetzen öffnete sie ihre Hose, zog diese und die Unterhose herunter, hockte sich über die Schüssel in der eine Art Porridge war und pinkelte einen Strahl in die Schüssel. Es ging so schnell und gezielt, dass Angie es fast schon bewundern musste.

„So, das ist ein kleiner Bonus für Heulsuse.“ stieß die Wärterin hervor und grinste, dass es nur diabolisch genannt werden konnte. Sie steckte zwei ihrer Finger in das Porridge, verrührte ihren Urin mit dem Brei und sagte „JETZT.“

Angie zögerte. Aber sie hatte seit ihrer Abreise zu Hause nichts gegessen. Sie überwand sich und steckte ihr Gesicht in die Schüssel. Schon ertönte die Stimme der Wärterin „Zweieinhalb Minuten.“. Angie begann zu essen. Oder besser zu fressen, zu schlabbern und zu schlingen. Sie trank dazwischen aus der zweiten Schüssel, in der stilles Wasser war.

Als das Kommando „Stop“ kam, hatte sie sich komplett eingesaut. Ihr Gesicht war voll, ihre Haare, alles. Aber sie hatte auch keinen Hunger mehr. Das war die Hauptsache.

Die Wärterin verließ mit den Schüsseln die Zelle und schloss ab. Wenig später kehrte sie aber zurück, nahm wortlos die die Kette hinter ihrem Rücken und zog sie daran hoch „Mitkommen.“.

Sie wurde nackt durch Gänge geführt, vorbei an Wärtern und sie wusste, dass dieser eine es gewesen war, der sie gefickt hatte. Scham spürte sie schon lange nicht mehr. Etwas machte ihr das Angst. Aber wenn sie in dem Moment gewusst hätte, was sie noch erwarten sollte, dann hätte sie sich zumindest diese Angst sparen können.

Endlich kamen sie in ein Badezimmer und als Angie vor dem Spiegel stand erschrak sie. Da stand sie also. Verdreckt, zerzaust, fremdes Sperma klebte noch immer zwischen ihren Beinen. Im Alttag war sie Assistentin des Geschäftsführers eines mittelständischen Unternehmens. Sie war jeden Tag geschminkt und gestyled. Jetzt erkannte sie sich kaum wieder. Kein Mensch der sie kannte, ahnte, dass das in ihr steckte. Sie selber war überrascht, dass sie so weit gehen konnte. Und dennoch tat sie es.

„Du hast 5 Minuten dich frisch zu machen, damit Du nicht mehr ganz so abstoßend bist.“ grinste die Wärterin und nahm ihr die Handeisen ab ehe sie die Tür schloss.

Natürlich hatte das Bad keine Fenster, nur eine Toilette und eine Dusche. Aus der Erfahrung des Zeitlimits beim Frühstück hatte sie gelernt und sprang sofort unter die Dusche. Es war ihr zwar peinlich, denn sonst tat sie das nie, aber aus Zeitersparnis lies sie sogar den Urin einfach unter der Dusche laufen.

Es gab weder Duschgel, Seife oder Shampoo. Sie hatte nur das Wasser um den schlimmsten Schmutz zu entfernen. Sie spülte ihre Haare, entfernte das Porridge so gut es ging, wusch sich so gründlich wie möglich zwischen den Beinen.

Sie stand noch unter der Dusche und das Wasser lief, als die Wärterin wieder herein kam. „Die Zeit ist um.“ höhnte sie und zog Angie an den Haaren aus der Dusche. Ohne sich abtrocknen zu können, legte ihr die Frau die Handeisen wieder an und tropfend verließen sie das Bad.

Allerdings ging es nicht in die Richtung, aus der sie eben gekommen waren. Das fiel Angie sofort auf. „Es geht jetzt zu einem ersten Verhör.“ grinste die Wärterin und Angie lief es heiß und kalt den Rücken herunter.

Ende Teil 6. Wird fortgesetzt.


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2 Gedanken zu “Im Verhör, Teil 6

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